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blos durch Furcht.“ Es gibt demzufolge eine höchsteund letzte, wollende und erkennende Existenz, welchedas Fremdartige und Nicht- oder blos Blind-Wollendedurchwohnt, dem Mittleren beiwohnt und nur demihm Verwandten und Aehnlichen einwohnt. Hiemitist aber alle isolirte Selbständigkeit des nur Mate-riellen aufgehoben, und die ganze Stofflichkeit derNatur für jede höhere Potenz permeabel und folglichauch — wenn man consequent sein will —■ com-primirbar geworden.
Es mag dahin gestellt bleiben, ob es Baadergelungen ist, für diese tiefgehenden Behauptungenden vollständig deckenden, die dialektische Vernunftbefriedigenden Nachweis zu liefern: ja es kann sogarzugestanden werden, dass dem nicht so sei, und dasses erst noch eines neuen Meisters bedürfe, um daszu vollenden, was Baader begonnen. Nichtsdesto-weniger aber sind und bleiben diese Thesen dochewig wahr, und durch eine tiefsinnige Fixirung der-selben ist es Baader gelungen, die anmaassenden undkecken Behauptungen des Materialismus, welche inder angenommenen absoluten Starrheit und Undurch-dringlichkeit des Stoffes ihre festeste Stütze besassen,an ihrer verwundbarsten Stelle in sehr lethaler Weisegetroffen zu haben.
Aber ist auch durch diese der Natur der Sachenach nothwendig kurzgefassten Worte das tiefsteprincipielle Verdienst des Philosophen Baader her-vorgehoben worden, so ist dieses doch nicht seineinziges. Vielmehr reihen sich demselben noch nichtwenige andere an. Vor Allem ist hier zuerst die