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11 (1850) Franz von Baader's Tagebücher aus den Jahren 1786 bis 1793 / herausgegeben von Emil August von Schaden
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ward Berg- und Hütteneleve in Bayern und ging1788 für drei Jahre auf die Bergakademie zu Frei-berg, wohin ihn Werners weltberühmter Name zog.Nach dreijährigem angestrengten Fleiss zu Freibergund nach dem Besuch mehrerer Berg- und Hütten-werke Norddeutschlands reiste Baader 1791 endlichnach England, nahm dort nach und nach alle be-deutenderen Berg- und Hüttenwerke Englands undSchottlands in Augenschein und kehrte, einund-dreissig Jahre alt, 1796 nach Bayern zurück^ wo erbald nach dem Tode Karl Theodors mit der Stelleeines Generaldirectorialrathes die eines Oberberg- undHüttenmeisters und zugleich die praktische Leitungder Berg- und Hüttenwerke erhielt.

Behält man diesen, hier nicht näher auszufüh-renden Lebensabriss des jungen Baader im Auge undgeht mit ihm an die folgenden Tagebücher heran, soist die erste Bemerkung, welche sich Avie von selbstaufdrängt, die: dass die von 17861798 laufendenTagebücher gerade die entscheidendste Epoche jedesjungen Mannes, also auch unseres Baader, umfassen.Wir finden ihn als angehenden praktischen Arzt 1786zu München und fühlen mit ihm die Last des aufihn drückenden, weil seiner Natur nicht entsprechen-den Berufes. Dann begegnet er uns als Bergelevein München und als Akademiker in Freiberg. End-lich lernen wir ihn in den für ihn bedeutungsvoll-sten Jahren von 17911793 in England kennen.Ueberclies fällt für ihn diese ganze Epoche seinerBildung zwischen das einundzwanzigste und achtund-zwanzigste Jahr: also in jene Zeit, in welcher