XXXIII
Baader gleichfalls bis in seine letzten Lebensjahreblieb, jener Geist einer nicht selten sogar abruptenKürze, die sich als die Begleiterin einer erstaunlichen,blitzähnlich von Gedanke zu Gedanke eilenden Ideen-association verräth. Kurz jene eximirte Stellung,welche die Gesellschaft halb aus Tyrannei, halb ausrichtig erwogenen oder gefühlten Gründen dem Ein-zelnen so selten vergönnt, auf die aber Baader durchdie Fülle seines inneren Reichthums wie durch seineconsequente Beharrlichkeit ein Anrecht gewonnenhatte, erscheint nicht blos als eine durch genialeWunderlichkeit dem Publicum abgerungene Conces-sion, sondern sie erweist sich durch die Tagebücherals eine angeborene Berechtigung, die blosser Eigen-sinn sich niemals zu erringen vermocht hätte.
Hie rni t ist nun aber Alles gesagt, was über denmaterialen Gehalt der nun veröffentlichten Tagebü-cher Baader’s und dabei in möglichster Kürze überBaader selbst als Schriftsteller und Mensch zu sagennöthig war. Jetzt ist nur noch übrig, einiges We-nige über die Grundsätze vorauszuschicken, von wel-chen sich der Herausgeber bei der Redaction dervorliegenden Tagebücher leiten lassen zu müssenglaubte. Es werden namentlich zwei Hauptmomentesein, welche hiebei zur Sprache zu kommen haben.Das Eine derselben betrifft den Text der Tagebücherselbst, das andere die denselben von dem Heraus-geber, wie man sieht, in ziemlicher Anzahl beigefüg-ten Anmerkungen.
Wenn es sich um die Herausgabe eines nach-gelassenen Werkes handelt — dasselbe sei namentlich