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11 (1850) Franz von Baader's Tagebücher aus den Jahren 1786 bis 1793 / herausgegeben von Emil August von Schaden
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in formeller Beziehung so mangelhaft als nur mög- A

lieh noch mehr, wenn die Veröffentlichung eigen- e i

händiger Personalien, Memoiren oder Tagebücher nach S(

dem Tode eines Autors in Frage kommt, so ist un- S(

zweifelhaft das erste Gesetz, welches der Herausgeber d

auf das Gewissenhafteste zu beachten hat, die mög- b

lichste diplomatische Treue und Wahrhaftigheit. Denn ^

der Werth eines vornehmlichpersönlichen Nachlasses '' pbesteht hauptsächlich darin, dass das fragliche Indi- a ]

viduum, dessen Bedeutung hinlänglich gross gewesen p

sein muss, um seiner selbst wegen interessiren zu p

können, dem Leser in der ganzen nackten Wahrheit p

seines Lebens, Fühlens und Denkens vorgeführt werde. p

Der Herausgeber der vorliegenden Baaderischen Ta-,gebücher ist sich bewusst, dieser durchaus berech- a '

tigten Anforderung in jeder Beziehung nachgekommen ^

zu sein, indem er sich nicht einmal wesentlichere v

Abänderungen der Baaderischen Orthographie erlau- Q

ben zu dürfen glaubte. Dennoch hat er nichtsdesto- p

weniger mehrere Auslassungen und Umgestaltungen u

eintreten lassen, über die er sich mit einigen Worten v

rechtfertigen muss, wenn sie auch im Ganzen so un- p

bedeutend sind, dass sie kaum einen halben Druck- p

bogen betragen mögen und dennoch die gesammte p

Physiognomie des Baaderischen Tagebuchs so gut p

wie gar nicht verändern. p

Das Tagebuch auch eines Todten ist in vieler, p

ja vielleicht in jeder Beziehung immerhin als eineArt von Heiligthum zu betrachten. Der edelste, der S1

sittlichste Mensch wird nicht wünschen, dass der p

ganze Inhalt seines Inneren aller Welt offen vor d