§. 12. Uobcrgangsmittet.
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§• 12 .
Uebergangsmittel.
a ) Beständige Uebergänge.
Zu den beständigen Uebergängen zählen die permanenten Brücken,die Fähren und Furten.
b) Kriegsbrücken.
Wo beständige Uebergänge nicht ausreichen oder wo man siezerstört antrifft, müssen Brücken von der Armee selbst hergestelltwerden. Für solche Fälle ist ihr die unentbehrliche Zahl von Brücken-equipagen beigegeben.
c) Nothbrücken.
Nothbrücken müssen dort errichtet werden, wo das bei der Armeevorhandene Kriegsbrüekengeräthe nicht ausreicht. Sie dienen so wiedie Kriegsbrücken nur für den augenblicklichen Bedarf.
d ) Halbpermanente Brücken.
Im Rücken der Armee werden halbpermanente Brücken für län-gere Dauer errichtet.
Deren Herstellung erfordert mehr Zeit, als gewöhnlich angenom-men wird. Schiffbrücken bedingen mindestens 2-4Tage, Jochbrückenaber oft viele Wochen; vorausgesetzt, dass das Materiale an Ort undStelle vorhanden oder mindestens in der Nähe zu beschaffen ist.
Uebrigens lassen sich auf Strömen, die eine grosse Tiefe haben,auch Jochbrücken nicht hersteilen, wie z. B. an der unteren Donau.
In Ländern, wo die Gewässer zufrieren, sind Brücken, die überWin-ter belassen werden müssen, auf Jochen herzustellen, da Schiffbrückendem Treibeise nicht widerstehen. Aber selbst in diesem Falle dürftema n bei mächtigen Flüssen, so lange die Periode der starken Fröstenicht vorüber ist, es niemals wagen, auf beiden Ufern zu operiren. Im-mer stünde bei plötzlichem Eisgänge die Zerstörung der Jochbrückeund dadurch die Isolirung der auf beiden Ufern in Verwendung kom-menden Armeetheile zu besorgen.
e) Das Material der Dampfschiffahrts-Gesellschaft.
Mit den Schlepps lassen sich Brücken von äusserst fester Con-struction herstellen, so dass solche selbst dann noch benützt werdenkönnen, wenn der Strom bereits schwaches Treibeis führt. Abgesehenvon der Festigkeit dieser Fahrzeuge , im Gegensätze zu den dünnwän-