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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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Die Armee in der Bewegung.

Bereiche der Armee derart nachremorkiren zu lassen, dass im Bedarfs-fälle die Brücken mit geringem Zeitaufwande zur Verfügung stehen.

Abgesehen von der breiten Fahrbahn solcher Brücken und davon,dass z. B. für die Donau, deren mittlere Breite 5 bis 600 Schritt be-trägt , 40 bis 50 Schlepps für 2 Brücken genügen, kann überdiesnoch jeder solcher Schlepp, ohne Beeinträchtigung seiner Tragfähig-keit als Brückenglied, mit 2 bis 3000Centnern an Verpflegs- und son-stigen Vorräten'beladen werden.

Da die Kriegsbrücken für die Passirung einmündender Neben-wässer bei den Armeegruppen nothwendig sind, so lässt sich der grosseVortheil der blos zu Wasser mobilen Schiffbrücken nicht verkennenzumal an Strömen mit wenig stehenden Brücken, wie z. B. die Donauvon Wien abwärts mit nur einer solchen bei Pest-Ofen.

Zu den Flüssen, auf denen die erwähnten Vorkehrungen anwend-bar sind, gehören in Ungarn nebst der Donau die zum Theile mitDampfbooten befahrenen Nebenflüsse derselben, und zwar die Theissbis Nameny, die Drau bis Legrad, die Save bis Sissek.

Ist aber die Schifffahrt durch Befestigungen, die der Feind imBesitze hat, gesperrt, so hört selbstverständlich die Benützung einesFlusses in obigem Sinne als Wasserstrasse gänzlich auf und die Armeebleibt bezüglich des üferwechselns lediglich auf das per Achse mitge-führte Brückengeräthe beschränkt. Da nun grosse Ströme zur Herstel-lung mehrer Brücken ein so bedeutendes Material erfordern, welcheskeine Armee mitführen kann, so bleibt bei solchen die Theilung aufbeiden Ufern ausgeschlossen.

§. 19.

Directe Verteidigung einer Flussstrecke.

Bei der directen Vertheidigung einer Flussstrecke werden dieStreitkräfte an die dem Feinde günstigen Uebergangsstellen vertheilt,und dahinter, mit Rücksicht auf die Zahl der Uebergangsstellen undderen Entfernung von einander, angemessene Reserven aufgestellt; undzwar so, dass der Schwerpunkt der Gesammtaufstellung auf jenerLinie ruht, auf der man den Rückzug bewirken will.

Sämmtliche Brücken werden überdies zerstört und der Vertei-diger verzichtet auf jede Offensive am jenseitigen Ufer.

Bei der Flussvertheidigung in dieser Art ist es aus folgendenGründen unmöglich, Theilsiege über den Angreifer zu erringen: