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Floßgasse — Floßrechen
neben einander befestigten Hölzer werden Gestör, oder Tafel genannt,und mehrere hinter einander befestigte Gestöre bilden das Floß. Auf reißen-den Waldbachen und Flüssen, die auch gewöhnlich viele Krümmungen haben,werden die Hölzer mit starken hölzernen Mieden neben einander gebunden,und auch die Gestöre werden mit Mieden so an einander gehängt, daß sichdie Gestöre »ach den Krümmungen der Wasserstraße biegen können. Aufden großen Flüssen aber, die gewöhnlich in großen Bogen gekrümmt undweniger reißend sind, verbindet man die dicht neben einander liegendenStämme vermittelst hinten und vorne übergelegter Latten oder Klampen,Und befestigt jeden Stamm mit einem starken hölzernen Nagel an dieKlampe oder Latte. Man nennt dann die auf solche Art neben einanderbefestigten Stämme: Tafel. Mehrere solcher an einander befestigten Tafelnheißen Floß. Sind Schnitt- und andere Hölzer auf das Floß gepackt, sonennt man es Tragefloß. Sollen starke eichene Hölzer geflößt werden,so legt man diese entweder oben auf die aus Nadelholz bestehenden Flösse,oder befestigt sie unter dieselben, oder bindet sie zwischen die Nadelholzstämme.Man nennt dann das Nadelholzfloß den Wagen. Da aus kleinen Ge-birgsbächen mehrere Stämme, neben einander gebunden, oft nicht geflößtwerden können, so läßt man in diesem Falle die einzelnen Stämme, ge-wöhnlich Sägeblöcke, beim Abgänge des Schnees fortfließen, und fängt siein einem weiter unken angebrachten Teiche auf. Die gebundenen Flösse aberwerden durch die darauf stehenden Leute (Flösser) vermittelst der Floßhakenund Stangen dirigirt und an den Ort ihrer Bestimmung gebracht. Gegendie Mitte eines gebundenen Flosses ist eine sogenannte Sperre angebracht,um entweder den zu schnellen Lauf des Flosses, oder eines Theiles desselbenzu hemmen, oder das Floß ganz still stehen zu machen. Zu diesem Zweckewird ein starker, unten etwas zugespitzter Balken durch eine im Gestör an-gebrachte kleine Oeffnung ins Wasser gelassen, und demselben eine schrägeRichtung nach vorne gegeben, damit die Spitze dieses Sperrbalkens in denBoden greife und den zu schnellen Lauf des Flosses vermindere oder ganzaufhalte. Auf diese Art lassen sich auch Sägeblöcke, die schon zu Brekernoder Bohlen geschnitten sind, flößen; der Sagemüller darf aber dann dieBlöcke nur bis auf H oder H Fuß durchschneiden, damit sie desto besser ver-bunden werden können. Auch werden geschnittene Breter, Bohlen und Lat-ten oben auf das Floß geladen, und auf diese Art als Oblast sehr wohlfeilin weit emsernte Gegenden transportirt (vergl. Flößen, Kiepen floß).Floßgasse, s. Durchlaß.
Floßgehau, oder Hieb ist ein Gehau, worauf das zu verflößenoeHolz gehauen wird.
Floßgraben, Floßcanal, ein zum Flößen des Holzes gegrabenerund bestimmter Eanal.
Floßhaken, sind zum Ausziehen des geflößten Klaftcrholzcs 8 bis10 Fuß lange Stangen, die vorn mit eisernen zugespitzten Haken versehensind, woran oben eine 6 bis 8 Zoll lange, spitze, eiserne Stachel angebrachtist. Den Haken gebraucht man, schwimmende Kloben an das Ufer zu zie-hen, und die Stachel oder Spitze dient dazu, Holzstücke zu stechen und sieaus diese Weise heran, oder vom Grunde herauf zu ziehen.
Floßrecheik, Holz fang, eine Vorrichtung an dem One, wo dasgeflößte Klafterhvlz aus dem Wasser gezogen werden sott, wodurch das Holzan weiterem Fortschwimmen gehindert wird. Es werden zu dem Zwecke starke