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3 (1839) Dritter Band. Eag-Fut / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Frankreich.

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Walze mit Stacheln, Igel genannt, womit man dieselbe Wirkung hervorzu-bringen beabsichtigt, als wenn man eine Schafheerde über ein Feld gehenläßt. In Vexin pflügt man wenig mehr als 20 Aren wahrend einer An-spannzeit, spart aber dennoch die Pflugarten nicht. Die immer mehr be-schränkte reine Brache wird in der Regel 4mal gepflügt, daneben tüchtig inder Länge und Quere geeggt und mehrmals gewalzt, wiewohl Letzteres, dadie Walze zu schwach und zu lang ist, nicht viel wirkt. Man ackert vielim Winter, sowohl zu Sommergetreide, das man im Frühjahre dann häufigbloß eineggt, als auch zu den Gewachsen, die man statt der Brache anbaut.Wenn gleich wegen fast gänzlicher Aufhebung der Brache das Ackerland sehrmit Unkräutern angefüllt ist, so leiden doch, da dasselbe den Halmfrüchtenund Futterkrautern sehr zusagt, die Ernten dadurch nur wenig-, man jätetdas Getreide im Frühjahre, und überdies sehen es die meisten Landwirthegern, wenn nach der Ernte die Felder recht viele Pflanzen zur Nahrung füri.,re Heerden enthalten. In dem thonigen Roumois hat man die Felderin 7 bis 8, selten 10 bis 12 Fuß breite, nur flachgewölbte Beete gelegt,indessen bieten sie dennoch bei der Bearbeitung und der Ernte manche Un-beguemlichkeit dar. Im Lande Caux, wo ein sehr ergiebiger und kraftvollbetriebener Ackerbau stattfindet, werden die Pflugarbeiten sehr vervielfältigt,und kaum ist das Feld abgeerntet, so werden auch Pflug und Egge daraufunaufhörlich in Thätigkeit gesetzt. Nur auf den Gütern mit Schafhaltungbleibt zuweilen ein Theil der Stoppeln bis zum nächsten Frühjahre zurWeide stehen; doch ziehen es gegenwärtig auch in diesem Falle mehrerekannvirlhe vor, die Stoppeln sogleich umzubrechen, wie es in den Kuhwirth-schaften geschieht, und irgend ein Fulterkraut, als: Wicken, Roggen, Rapsu. s. w. hineinzusäen, das sie noch vor Winter ober im Frühjahre abfressenlassen. Man vermeidet auf diese Weise das Verrasen des Feldes, das hiereine wah.-e Plage des Ackerbaues ist; denn kaum ist die Ernte vom Felde,so überzieht sich auch dasselbe mit einem dichten Filz von Pflanzen, die über-dies noch von schlechter Beschaffenheit sind und vom Vieh verschmäht werden.Das Umbrechen der Stoppeln geschieht im Herbste ganz flach, und die Bracheerhält Z bis' 4 Pflugarten. Man hat in Eaux auch eine sehr zweckmäßigeArt, die Saat zu beschicken. Der Säemann wirft nehmlich vorwärts schrei-tend den Samen mit der rechten, und wieder zurückkehrend mit der linkenHand aus, wobei er also den Samen immer nach einer Seite hinwirft unddaher nicht vom Winde gehindert wird. Den ersten Wurf macht er unge-fähr 16 Fuß breit; beim Zurückkehren nimmt er aber 8 Fuß mehr undsäet dann über eine Breite von 24 Fuß, die er auf dem ganze» übrigenStücke beibehält. Da er nun seine Gänge immer nur 8 Fuß weit voneinander macht, jedesmal aber 24 Fuß Breite überwirft, so besäet er jedeStelle 3mal. Die französischen Landwirthe, welche nicht mehr als 4 bis5 Hectaren Land besitzen, pflegen ihr Korn auch wohl zu pflanzen, wodurchsie ungemein hohe Erträge erlangen. Der Landmann zieht über die Breitedes gedüngten und vorbereiteten Feldes eine Schnur, gräbt längs dieser Liniemit dem Pflanzstocke, an dessen Ende sich nach einer Lange von 3 Zoll einerunde Eisenplatte befindet, um das tiefere Eindringen in die Erde zu ver-hüten, Löcher in das Feld, die 6 bis 7 A. von einander entfernt find, und2 Kinder folgen ihm, von dengn eins einen Teller mir dem Samen tragt,das andere abweclffelnd 2 und 5- Körner in jede Oeffnung legt und dieseveim Weitergehen, wie der Landmann beim Zurückkehren auf dieser Linie