theuerer, als die weißen. Indessen werden gar oft wohlfeilere Sorten Mus-kateller für ächten Frontignac ausgegeben. Zur Darstellung eines künstlichenFrontignacs empfiehlt man folgendes Verfahren: Man kocht gewöhnlichenTraubenmost unter öfterm Abschäumen und Ersatz des Verdunsteten bis zur! Hälfte ein, seiht ihn nach dem Erkalten durch ein dichtes Tuch, bringt die
! Masse in ein Faß, und verstopft den Spund mit einer gebogenen Röhre,
deren anderes Ende in ein Gefäß voll Kalkwassec eintaucht. Nach 1 Mo-nate wird diesem so lange gegohrnen Wein ^ seines Gewichts gekörnte Mus-katellertrauben zugesetzt, die man auf dem Skrohe abgewelkt und dann zer-quetscht hat, ohne die Haut der Traubenkerne von dem Moste abzusondern.Nach Vollendung der sichtbaren Gährung und Aufhellung der Flüssigkeitwird der Wein auf Flaschen gezogen. Oder man befolgt das zur Darstel-lung des künstlichen Eanariensects (s. d.) angegebene Verfahren, und setztgegen Ende der Gährung Hollunderblüthen zu, die man in einem Söckchenin daS Faß einhängt.
Frosch (li-ana). Bei uns sind vorzüglich dreierlei Arten Fröscheanzutreffen: ») der gemeine braune oder graue Frosch, Gartenfrosch,Grasfrosch (k. tomporaria), mit ziemlich flachem, fast eckigem, hell- undj dunkelbraun geflecktem Rücken; vermehrt sich sehr stark, denn ein Weibchenlegt gegen 1100 Eier. l>) Der grüne oder eßbare Wasserfrosch,Roling, Marrgöcker (k. ogeuleata), mit eckigem Körper, höckrigemRücken, glänzend grün und schwarzgeflecktem Oberleibe, der drei gelbe Län-gcnstreifen hat; der Unterleib ist weiß. Das Männchen hat ein eigenes be-kanntes Geschrei; nach der Begattung verbleicht seine grüne Farbe und wird' bei einigen bräunlich, c) Der Laubfrosch, Baumfrosch (II. ai-borea),! ist oben glatt und hellgrün, unten warzicht und gelblich weiß. Man hältihn zum Vergnügen als Wetterpropheten und füttert ihn mit Fliegen undandern Jnsecten, s. Laubfrosch. — Der Frosch nährt sich hauptsächlichvon Jnsecten und ihren Larven, Würmern, Schnecken, weshalb derselbe !nGärten zu schonen ist, wiewohl er freilich auch den Erdbeeren nachgeht; erverzehrt auch Fischlaich, wodurch er in Teichen schadet, wird aber dagegenseiner Seils von allen Raubfischen, von Schlangen, Raben, Störchen, Eu-i len, u. s. w. gefressen. Er hat ein so zähes Leben, daß man ihm die Haut
l abziehen, Stücke vom Körper schneiden kann, und er lebt dennoch fort. Die
^ beste Zeit, die Frösche zur Speise zu sangen, ist im Herbste, well sie daam fettesten und schmackhaftesten sind; doch fängt man auch viel im Früh-jahre; nur nicht gern im Mai, welches ihre Laichzeit ist. Sie werden ge-fangen: a) mit der Angel, welche mit Würmern, Fliegen, kleinen Schmet-terlingen, Käfern, Froscheingeweiden und selbst mit kleinen rothen Tuchlap-pen beködert werden kann; doch muß man dabei sehr ruhig sein und je-des Geräusch möglichst vermeiden, b) Mit dem Hamen. Um die Frösche> an einem Orte zu versammeln, stellt man einen lebendigen Frosch in einemGlase, mit einem Steine bedeckt, an das User eines Teiches. Sobald nundie Frösche den eingeschlossenen schreien hören, kommen sie schaarenweise herzu,und man kann ihrer auf einen einzigen Aug eine Menge fangen, e) MitFackeln, indem eine Person bei finstrer Nacht ins Wasser steigt, um die
Frösche mit der Hand zu ergreifen, die schaarenweise aus ihren Löchern dem
! Scheine von Fackeln oder angezündeten Strohwischen entgegenkommen, welche
l von andern hinzugebracht werden. — Als Speise ist der Frosch besonders
j in Frankreich, Holland und Italien beliebt. Die Italiener essen vom Frosch