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Praktische Grundsätze zur höheren taktischen Führung der Reiterei nebst geschichtlichen Angaben / von Franz Strenner
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Specielle Regeln für die Offmere der Reiterei.

Ein ungehorsamer Diener und ein un-gehorsamer Soldat sind beide untauglich,aber ein ungehorsames Pferd ist nicht alleinnutzlos, sondern gefährlich,

Lenop ho».

Klie Franzosen sagen: »Faute d’un clou on perd le fei' de sanionture, et faute d’un fer, la cavalerie est perdue.«

Die Engländer sagen, und zwar schon Cromwell sagte eö:»Der Reiter ohne gute Waffen, Pferd und dessen gute Sattlungtauge nichts.«

Gegen diese Sätze läßt sich Nichts einwenden, eben so wenigals über die Betrachtung des Nothwendigen bei der Infanterie,und zwar: wenn diese an Fußbekleidung und Verpflegung Mangelleidet, man mit ausgehungerten Soldaten, die mit aufgeriebenenbloßen Füßen marschiren sollen, wie es öfter vorgekommen, nie Er-folge errungen hat. Wenn auch bei einer Reiterei alles dieses nichtfehlt, was wir oben als Hauptbedingungen anderer Autoren ansüh-reu und zugeben, daß alle Taktik mit der Reiterei zu nichts wird,wenn bei ihr nur der Mangel an Fourage und Beschläge eintritt,ohne in die wettern Mängel einzugehen, so kann hingegen doch dieReiterei mit all' den materiellen Eleinentareigenschasten, mit größ-ter Pedanterie versehen, wenig taugen, wenn ihr der Geist, dieBravour und die Gewandtheit fehlt, welche in einem Officiercorpsvorhanden fein müssen, um bei dem gemeinen Manne Nachahmungzu finden.

Da wir uns übrigens über die intelligenten Eigenschaften derRei-terei und ihrer Führer vorne genügsam ausgesprochen zu haben glau-den, so versuchen wir hier nur mehr die Regeln für die Leitung deö