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einer Nachschrift bitten beide Bruder um ihre Entlassungnoch diesen Vormittag, mit Beibehaltung ihrer Livree, weilder Jahrmarkt zu Montpellier, wo Elektra zuerst ihr neuesTheater zu eröffnen gedächte, schon übermorgen seinen Anfangnähme, und sie dort eines Prologs und Epilogs gewiß be-nöthigter seyn würde als ich. Hierin haben nun die zweiverbrüderten Narren vollkommen recht; auch will ich eilenund meiner eigenen Freiheit so lang Zwang anthun, bis ichihnen, wie ein Paar unnützen Stubenvögeln, die ihrige ge-schenkt habe. Mögen sie mit ihren bunten Federn, die ohne-hin nicht von der Farbe meiner Helmdecken sind, aus einerWildniß in die andere ihren Talenten nachfliegen. Mir sollihres Schicksals halber weiter kein graues Haar wachsen.Ungleich mehr Sorge macht mir die peinliche Frage, mit derin der zweiten Epistel der unselige Passerino mir zu Leibegeht. Freilich hatte ich es vergessen — aber er nicht, daßder einzige Tag, den uns Saint-Sauveur zu der artistischenReise nach Eotignac frei gab, morgen eintrete. Er wolle,sagt er, die unglückliche Möglichkeit gar nicht voraussetzen,daß ich zum Aweitenmale anderen Sinnes geworden sey undhabe deßhalb die Postpferde mit dem Frühesten in meinenGasthof bestellt. Was will ich thun? Würde er mich wohlaus Frankreich lassen, ehe ich ihm nicht mein Versprechengehalten? So sey es denn! Doch soll es gewiß der letzte Liebes-dienst seyn, den ich meinem tollen Lehrmeister erzeige, so wiedas letzte Marienbild, das ich besuche. Ach! aber wie fallt