Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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ersten Mal ein kluges Wort über die Zunge kam, spielte hierden Kenner, und schien, als wolle er ihnen nur desto mehrGlanz durch die Einwilligung verschaffen, die er uns gab,sie ohne Bedenken für schön zu halten. Ich hielt, bis esdie Andern müde waren, ihren Gewinn auszutrommeln, meinLovs, unter der Maske eines Harlekins, mit so zögernderBescheidenheit zwischen den Fingern, als ob es ein Impromptuvon meiner eigenen Erfindung enthielte; und wenn mir Je-mand gesagt hätte: du hast Worte in deiner Gewalt, diegleiches Schrecken um dich her verbreiten werden, als jene,die eine übermenschliche Hand, der Tafel des Königs Bel-sazar gegenüber, an die Wand schrieb, ich würde ihn füreinen Fantasten gehalten, meinen Harlekin so gewiß als jetzt,und ohne Furcht vor dem traurigen Erfolge geöffnet haben,der mir aber nur zu bald in die Hände kam; denn ich hattekaum die ersten Worte des Verses über die Zunge:

Le grand inonde est léger, inappliqué, volage,

Sa voix trouble et séduit. Est-on seul, on est sage.

so entstand, wie in der Natur vor dem Ausbruche einesErdbebens, eine so auffallende Stille an der Tafel, daß ichverwundert um mich herumblickte, ohne die sonderbar an-dächtige Wirkung dieser Zeilen auf eine so muntere Gesell-schaft begreifen zu können. Ich sah nur niedergeschlageneAugen, hörte nur tiefgeholte Seufzer, und unser Wirth,eine Flasche Champagner in der Hand, schien äußerst verlegen.