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rufen — riß sich in die Höh — stürzte den Zeichentisch um— öffnete die Thür und sah den verblaßten Menschen, dernur noch die unselige Kraft hatte, mit zitternder Hand nachder Gegend der Festung zu deuten — die Namen ihres Ge-mahls — des Grafen — Zweikamvf — und Tod — in ein-zelnen Tönen aus der beklemmten Brust zu stoßen, ehe erohnmächtig niedersank. Wer es vermag, schildere den Zustanddieses weiblich zarten Herzens, sobald es der Greuel seinesGeschicks erfaßte — schildere den entsetzlichen Fall aus einersolchen Höhe der Seligkeit, in eine so grundlose Tiefe desElends — den Uebergang des frohsten Selbstgefühls, das nochkurz zuvor ihre Farbenstifte bei dem schönen Nachbilde desGeliebten so glücklich geleitet hatte, zu der Trauerpost seinerErmordung. In einem Augenblicke lag ihre Hütte — dieLaube, der Garten — ach, die ganze Welt lag hinter ihr! —Sie flog, ohne zu wissen wohin, nur auf den ungefährenWink des Schreckensboten, längs dem Steinwege — Allen,die ihr begegneten, nnaufhaltsam vorbei, unserer Stadt zu —flog durch das Thor — schöpfte nach Luft, um zu schreien-und forderte mit schmetternder Stimme ihren Gemahl —von dem erstaunten Haufen, der sie umringt, indem sie ihreblutig zerrungenen Hände gen Himmel hob. Eine fürchterlichschöne Gestalt im weißen Morgenkleide — die Bandschleifendurch den empörten Busen gesprengt — mit braunem, flie-gendem Haare — fortgetrieben durch innere Pein, und hin-gegeben der Verzweiflung — so sahen wir sie Alle, wie wir