Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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hier sitzen, an unsern Häusern vorüber, durch die Straßerennen und eilten ihr nach. Auf dem Marktplatze sanksie endlich ohnmächtig darnieder. Einige aus dem Kreise,der sie auch hier mit staunendem Mitleiden umgab, warenim Begriffe, sie in das nächste Haus zu bringen, als Saint-Sauveur, durch den Lärm aus Fenster gezogen, seine Freun-din erkannte blitzschnell herbeiflvg sie Jenen ab, aufden Arm nahm, und in das nahe Kloster der barmherzigenSchwestern bis in das Zimmer trug, das man ihr einräumte.Er schickte nach den berühmtesten Aerzten der Stadt, forderte,ordnete und verschaffte Alles, was er zur Beruhigung undBequemlichkeit der Kranken für nöthig hielt; konnte aber,so wenig als ein Anderer, begreifen, was dem armen Weibebegegnet sey, bis ihre gute Anna, mit Thränen und Schweiß-tropfen benetzt, unter uns trat, und den schrecklichen Vorgangnach der Angabe des Augenzeugen erzählte. Indem erholtesie sich wir, die das Stöhnen der Erwachten nicht zu er-tragen vermochten, verließen das Zimmer, nur Saint-Sauveurblieb, ohne seiner zu schonen. Welch eine Morgenstunde!Sie werden den schauderhaften Eindruck leicht begreifen, meinHerr, den sie Jedem zurückließ, der ihr beiwohnte, undsich über die Wehmuth nicht weiter verwundern, in die unsihr zufälliger Fund versetzt hat. Der feinste Faden, der miteinem solchen Gewebe des Unglücks in Verbindung steht,würde er auch noch so leise berührt, muß seinen ganzen Umfangerschüttern."