Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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allerliebst gemalt, und die Juwelen um das Zifferblatt rechtartig gefaßt?" Er besah sie auf allen Seiten. „Das ist einganz superbes Stück," fing er sein Lob an —„Schade nur,"fiel ich ihm ein, „daß es nicht richtiger geht." Er zog seineUhr aus der Tasche und verglich beide. „Ja wohl, dreiViertelstunden und neun Minuten zu früh." —„Und doch,"warf ich die Nase gegen ihn in die Höh, „ist schwerlich IhrWerk nur halb so viel werth, als das meinige. Ehemals ginges vortrefflich, hat aber offenbar durch die Reise gelitten.Entweder ist die Feder überspannt, ein Zahn verbogen, oderes liegt an der Unruhe." — „Bei einer so zarten Arbeit istdas leicht möglich," erwiederte er, „und in dieser Hinsichtvertausche ich meine tombackene Uhr mit keiner andern. Magsie noch so plump und altmodisch seyn, so hat sie dafür auchnicht um eine Sekunde gestockt, seit ich sie von meinem Groß-vater geerbt habe; aber ihr kostbares Kunstwerk muß ja end-lich ganz zu Grunde gehn, mein Herr, wenn Sie nicht inZeiten seinen Fehlern nachspüren. Ich dächte doch wahrlich,daß es der Mühe verlohnte." — „Meinen Sie das, lieberSperling? Nun so haben Sie auch die Antwort auf Ihrevorige Frage." —„Wie denn das?" stutzte er. „In einergroßen Stadt" trieb ich nun meinen Spaß mit ihm weiter,„ stecken oft die verdorbensten Uhren in den glänzendsten Ge-häusen. Die Eigenthümer wissen meist selbst nicht, wie weitdie ihre von der Sonne abweicht, und bekümmern sich nochweniger um den Gang der andern. So lange noch nicht