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machte. Ich hatte gewonnen — ihre gegenseitige Zuneigungstieg mit jedem Tage höher — endlich so hoch, daß sie nachmeinem Wunsche einander unentbehrlich wurden. Jetzt erst,da das holde Mädchen der gebenedeiten Jungfrau schon zuweit aus den Augen war, um ihren Ruf zu hören, trat ichmir dem furchtbaren mütterlichen Testamente ans. Da ich,seitdem sie unter meiner Aufsicht stand, dessen nie mit einerSilbe erwähnt hatte, so erschreckte sie mein unerwarteterVertrag — ungefähr wie ein aufgefundener Wechselbrief, denman längst für verloren gehalten und vergessen hat, ob mangleich, wenn die Zahlung gefordert wird, die Schuld nichtabläugnen kann. Jeden andern aber, der davon hörte, er-schütterte diese Neuigkeit, und ich mußte sogar die gehäs-sigsten Nachreden über mich ergehen lassen. Nur sie, diefromme Tochter, benahm sich fromm und edel, sobald dererste Schrecken vorbei war. Sie kämpfte zwar, aber nurwenig Minuten, mit der Nothwendigkeit ihres kindlichenGehorsams — empfahl sich der Barmherzigkeit Gottes, undunter einigen zärtlichen Thränen, die sie dem Andenken ihrerwürdigen Mutter darzubringen glaubte, wählte sie das Klo-ster der Ursulinerinnen, von denen ich einigemal rühmlichgesprochen hatte — Ja einige Stunden nachher konnte sie sichselbst über den Zuwachs an Vermögen freuen, den ihr guterBruder durch ihre Annahme des Schleiers erhalten, undmit ihrer geliebte» Montbasson in glücklicher Zufriedenheitgenießen würde. Der Marquis, der diese Nachricht durch