Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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und so behutsam einhertritt, als ob er auf Eier träte undein Geheimniß unter dem Mantel trüge?" „Erist," berichtetemich Filbert, „mein Unteraufseher in diesem Hofe und nurum etwas klüger, als die er bewacht. Es gab eine Zeit, wodieser Schleicher als der sicherste Führer durch das Labyrinthder Metaphysik angestaunt wurde, und Schüler zog, die ihnvielleicht hier noch einholen. Es mochte wohl damals nichtganz richtig mit ihm bestellt seyn. Seine letzte Arbeit aberverrieth ihn vollends. Nach vielen Versuchen über die Ano-malien Anderer kam er endlich auf seine eigenen, mit denener, glaube ich, hätte anfangen sollen, und auf den unglück-lichen Einfall, Selbstbekenntnisse zu schreiben, wie Rousseau.Von dieser Epoche an zählt sich seine Verirrung." „Das istauch," fiel ich ihm ins Wort, „der geradeste Weg, entwederein Heuchler oder ein Narr zu werden. — Könnten Sie mirwohl sagen, ob er sie in Form eines Tagebuchs schrieb?"„Ist mir nicht bekannt," antwortete Herr Filbert. „DieHandschrift wurde auf königlichen Befehl verbrannt." —„Verbrannt?" wiederholte ich, „wie kommt es aber, daßman einen so gefährlichen Schriftsteller bei dem Zuspruche dervielen Neugierigen in so leidlicher Verwahrung hält, und ihmobschon die Feder nicht, doch die Zunge frei läßt?" „Weiler," gab mir der Oberaufseher zur Antwort, „keiner Seeleetwas zu leid thut, immer am liebsten von sich spricht, wiesein Original, in der freien Luft am ruhigsten ist — eben sogern, als Jener, in die Sonne blickt, und ein Metaphysikus