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Kann wohl ein Doktor, ein VerfechterDer Wahrheit seines innern- SimiöMehr nützen als ein Narrenwächter?
Der wollt' ich eben seyn — und biu's!
Wohl Schade, dachte ich, daß d» dein Stammbuch nicktbei dir hast, denn das wäre gerade der Mann, den du ohneBedenken um ein Memoriae graiia bitten könntest. Ich würdeauch gern seiner Beichte — ob ich gleich hier und da denSinn erst hineinlegen mußte, mein Ohr noch eine Weilegeliehen haben, wäre nicht das seine durch ein Geräusch amEnde des Hofs stutzig geworden — denn nun war er nichtaufzuhalten. „Lassen Sie ihn nur gehen," sagte Herr Fil-bert, „Sie sollen nichts dabei einbüßen. Treten Sie nur andas Gitter Nummer fünf, wenn Sie einen Narren vonMagister hören wollen, den das Nachgrübeln über dieschwierige, aber nicht ganz verwerfliche Physiognomik irregemacht hat. Seine Urtheile sind oft sehr treffend — SehenSie nur, wie seine Wände mit Schattenrissen überklebt sind.In einer Stunde kann ich Ihnen voraus sagen, ist IhreSilhouette auch darunter, und gewiß so ähnlich, alö wenn Sieihm gesessen hätten." — „Da ist es doch," erwiederte ich,„wirklich ewig Schade, daß sein Talent hier, so ganz unnützfür die Welt, vergraben ist. Spricht er auch in Versen?" —„Das können Sie denken," sagte mein Führer und klopftean die Thür. Der arme Narr! Es that mir wohl leid, daßer meinetwegen von seinem Arbeitstische aufstehen mußte. Er