Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Weh dir — ging nun ihr gedämpfter Flötentvn in denfeierlichsten Ernst über —

Weh dir, o Lag der Weihe,

Der Blutschuld Mltgenoß,

Die grauenhaft die ReiheGluelvoller Stunden schieß!

Und wie ein in der Wildniß irrendes Kind, das umHülfe jammert, fuhr sie fort: ^

Du meines Kummers ZeugeDen meine Seele ruft,

Verlorner! ach entsteige

Dem Dunkel deiner Gruft!

Und wie, wenn jenes hinhorcht und seine vergeblichenBitten in Bergklüften verschallen hört, schlug auch sie hoff-nungslos ihre aufgehobenen Hände zusammen, suchte Trostin der Qual der Erinnerung sah nur und hörte ihren Freundund ließ die edeln Handlungen seines Lebens, wie in einemSpiegel, den sie dem ungerechten Schicksale vorhielt, vorüber-gehen :

Wenn im Gedräng der SargenEr keiner unterlag,

Und, Freundin, rief, nach MorgenGlänzt und ei» Erntetag I

Wo Werth und Lohn dcö FleißeöDem in der Schale liegt,

Der jeden Tropfen SchweißetGleich einer Krone wiegt.