Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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mich auf einmal an dem Brandenburger Thore befand. Derwachhabende Officier stand kerzengerade vor mir, forderte mirmein Signalement ab und ich schickte ihm dagegen die Fragezu, wie sich unser geliebter König befinde? Er gab mir diebesten Nachrichten, freute sich übrigens meiner Bekanntschaftund entließ mich.

Mit lachendem Herzen fuhr ich nun die Gasse hinauf,warf einen freundlichen Blick bald aus dem rechten, bald ausdem linken Schlage, nach diesem oder jenem Fenster meinerFreundinnen und Freunde und — Halt! rief ich, halt! sobaldich den Giebel meiner Wohnung ansichtig ward. Wie flog ichzu der Hausthür hinein, die Treppe hinauf, und wie herzlichbegrüßte ich nun die wiedererobertc kleine Welt meines Zimmers.

Ich hatte kein geringes Vergnügen, als mir mein Wand-spiegel jetzt eine ganz andere Figur, als jene gekrümmte undhohläugige zurückwarf, die vor fünf Monaten, seufzend seinerverrätherischen Oberfläche vorbeizitterte. Der neue Kunst-schnitt meines Haars, das aie aisé, das .je ne «à quoi, dieich über den Rhein her mitbrachte, hielten mich so lange festauf meinem reizenden Standpunkt, bis. Bastia» mit meinenKisten anrückte. Das Ausschälen, Abstecken, Aufschnüren undEntwickeln — nimm es in einem Sinn, in welchem du willst— hat mir von jeher unendlichen Spaß gemacht. Es hängteine gewisse innige Erwartung daran, die das Gemüth oftangenehmer bewegt, als die Herrlichkeiten selbst thun, wennsie ausgepackt daliegen