Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Langmüthiger ! vergib dem kleinstädtischen Gesindel ihrenBürzerstolz, so einfältig sie ihn auch an den Tag geben.

Der Weg, den ich von meinem Nachtlager bis zu demwackeligen Schreibtisch zurückgelegt habe, vor dem ich alle-weile auf einer breterncn Bank sitze, verdient jedoch eineehrenwerthe Erwähnung.

Die treffliche Chaussee, die sich durch eine dürre undank-bare Landschaft schlangelt, kommt dem Reisenden, FußgängerEDehm' ich aus, aufls Beste zu Statten. Er hat nicht Zeit,Langeweile zu haben. Sein fortrollender Wagen hat schonalle unangenehmen Gegenstände überflogen, ehe das Auge siefassen kann. So gelangt er, zwar mit drehendem Kopfe, dochehe er sich umsieht, an das Stadtthor, das nicht nur geradenach dem zweiten, zu dem man wieder hinausfährt, sondernauch nach dem einzigen Wirthshause hinweist, das Fremdeaufnimmt. Diese kluge Anlage befördert die Uebersicht de»schönen Ganzen in einem Augenblick. Meine Ncugier warauch schon vollkommen befriediget, als ich den Gasthof zumOrtolan am Ende des Städtchens erreicht hatte.

Hier lag nun die Aussicht auf den fortlaufenden Stein,weg der nächsten Station zu offen da, um mir nicht Lust zumachen, meine Morgenreise sogleich fortzusetzen.

Da rückte mich aber der Wirth aus meiner bequemenLage und lud mich zum Frühstück auf einen Spieß der sel-tenen Vögel ein, von denen einer auf seinem Schilde ge-malt stand. So etwas läßt sich nun freilich nicht ansschlagen.