Band 
[Siebenter und achter Band.]
Seite
54
JPEG-Download
 

51

Wie sich das Gedränge der grünen Jacken um mich herverloren hatte, stand ich nun einzeln, aber ziemlich außerFassung, vor dem Kapitain, der, wahrscheinlich ein wenigverwundert, einen reinlichen Ueberrock unter seiner Manschaftzu sehen, mich von Kopf bis zu Fuß mit ernsten Augen be-trachtete. Da ich nicht von der Stelle wich und bei demgeringsten Geräusch scheu hinter mich blickte, fragte er michendlich : ob Etwas für mich hier zu thun sey? Ich trat näher,nannte mit leiser Stimme meinen Namen, der zum Glückfür mich ihm nicht ganz fremd war, und bat aus gewissenUrsachen, die ich ihm schon noch entdecken wolle, vor der

Hand nur um Schutz-„Aber gegen Wen denn?" fragte

er ungeduldig — „Gegen die wollüstigen und grausamenEapitouls zu Toulouse," zischelte ich ihm zu, „und ihrehiesigen Spione." Nach einem kurzen Besinnen gab mir derbrave Mann einen Wink, ihm auf das kleine Fahrzeug zufolgen, das bereit war, ihn überzusetzen.

O, wie gern gehorchte ich! Hätte Dastian nicht besser Achtauf mich gehabt, als ich auf ihn, so wären wir vielleichtso bald nicht wieder zusammen gekommen. Er schrie vomUfer uns nach, bat und erhielt die Erlaubniß, mit einzustei-gen. Wie geschwind verzog sich meine bisherige Brustbeklem-mung. In welche Freude ging sie nicht über, als ich baldnachher mich in der Kajüte meines Beschützers, zwar nurauf Brettern, die aber mit dem Gebiet einer mächtigenMonarchin zusammen hingen, allen und jeden Nachstellungen