106
abfertigen lassen, eine Geißelung von meinen eigenen Händenverlangen, die bis aufs Blut geht. Auch das! Man lassemich nur erst Berlin und meine Studirstube wieder erreichthaben.
Den 1. April.
Heute also, Nachmittags, will Heroin mich mit der Sel-tenheit seines Landes, auf die er mich vorgestern vertröstete,bekannt machen, die wir selbst, setzte er noch hinzu, währendunserer akademischen Lehrjahre, wo uns doch kaum etwasunglaublich vorkam, nicht für möglich würden gehalten haben,und die bis jetzt noch in keinem bekannten Erdreich, außerItalien, zur Reife gediehen sey. „Im Freien?" ftagte ich.Er bejahete es. „Nun so wird es Zuckerrohr, Ananas, oderwohl gar die beste Frucht der Welt, die Mangostine seyn,die ich auf St. Sauveurs Hochzeit, eingemacht nur, schonüber allen Ausdruck vortrefflich fand." Er ging von mir,ohne zu antworten, bestellte die Mahlzeit eine Stunde frühe,und zugleich den Roef * für uns beide allein auf der Amster-damer Treckschute.
Mag es doch seyn, was es will! Nil admiruri war Rous-seaus Devise und soll auch von heute an die meinige seyn.
Wenn du etwa dachtest, ich sey zur Feier des heutigenTages in April geschickt worden, so hast du zu ftüh gelacht,
* Rvef — ein von den übrigen Passagiers abgesonderter Raum aufeiner holländischen Treckschute.