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Er trat mit mir ein, schob den Nachtriegel vor, ließ diefiornen Vorhänge an den Fenstern herunter und versetzteuns in eine künstliche Dämmerung, vor der ich beinahe er-schrack. „Wie gefällt dir," raunte er mir nun halb laut insOhr, „dieß liebe Kind?" und reichte ihr vertraulich dieHand. Ach mehr als zu wohl, dachte ich, aber zu einemNaturwunder gehört doch noch mehr, als ein paar blaue,schmachtende Augen, ein lächelnder, rosiger Mund und Grüb-chen—zum Versinken des Kusses—in den verschämten Wangen.Er schien der Entwicklung meiner Gedanken, Schritt vorSchritt, wie ein in der Gegend einheimischer abgefeimterSpion zu folgen, und brach sein listiges Stillschweigen endlichmit der verfänglichsten Gewissensfrage: „Du hast, lieberWil'm, ich weiß es, vieles Schöne und Ausgezeichnete inder weiblichen Welt, aber hast du wohl je mehr ansprnchlvseGrazie, eine unverstecktere reine Seele in einer fröhlichernjungfräulicher» Bildung gesehen, als die, mit der ich heuteeinen so lüsternen Reisenden, als du bist — in April schicke?"Ob ich je etwas Reizenderes gesehen habe? sing ich heimlichseine Frage auf—O ja! Margots Jugend blühte einem nochreichlichern Erntefeste entgegen, Klärchen konnte die Augennoch sittsamer niederschlagen, ohne daß sie mich in Aprilschickte, und o mein Gott! vollends Agathe; aber wie kannder ehrliche Mann ein unschuldiges Mädchen, gleich einemSklavenhändler zu Tunis, so ins Gesicht loben! Die Kleinekonnte vor Verlegenheit kaum athmen, ob sie schon an solche