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Hofstaat zu verschönern und sie dem unsaubern Dorfe und derList eines Pagen zu entziehen. Wenn die weibliche Elsterin der Mitte des Weinbergs eine volle Traube entdeckt, dievon hundert Blättern beschützt die letzte Zeit ihrer Reifeerlangt hat: so erweckt oft dieß prophetische Geschrei bei demreisenden Handwerksmann ein durstiges Nachdenken — Erersteigt den Weinberg und entzieht dem Stocke und der ver-jagten Schwätzerin die vortrefflichsten Beeren.
Der entschlossene Hvfmarschall fuhr, von der Kabale, seinerbeständigen Schutzgöttin, begleitet, in hoher Person zu Niklasdem Verwalter, übersah mit geschwind forschenden Blickendie Schönheit des verschämten Landmädchens, und es währtenicht lange, so hatte er seine großmüthige Absicht eröffnet.„Ich will," sagte er freundlich zu dem Alten, „eure schöneTochter in den glänzenden Posten einer fürstlichen Kammer-jungfer erheben: dieß ist die Ursache meines Besuchs."
Betäubt von den höflichen Reden des vornehmen Herrn,stand der alte Verwalter vor ihm, strich ungeschickt mit demFuß aus und fühlte ängstlich seine Verwirrung. Der feineHofmarschall ließ ihm Zeit, Athem zu holen und versuchteindeß mir Wilhelminen zu sprechen: aber die Schöne ver-stummte, blinzte mit den Augen, und ihr Blödsinn zeigteihm eine so weiße Reihe von Zähnen, wie ihm noch niedie vornehme Sucht zu gefallen, in dem langen Laufe seinesLebens verrathen hatte. DieVerlegenheit der Tochter weckte zuletztden Alten aus seiner Betäubung. Er nahm stottern- das