Band 
[Siebenter und achter Band.]
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das unbekannte Getränke, kostete es mit der Miene desKenners und ließ doch sein Feuer verrauschen! Endlichfragte er pedantisch — Liebe Mamsell, für was kann ichdas eigentlich trinken? Lächelnd antwortete sie: Es ist vonunserm Burgunder. Nach ihm setzte man auch eine lang-halsigte Flasche des stillscheinenden bleichen Champagners aufdie Tafel. Schon ganz freundlich durch den Burgunder,reichte sie der Magister den befehlenden Händen der Schonen:aber er wäre bald vor Schrecken versunken, als der betrügerischeWein den Stöpsel an die Wand schmiß, und wie der vogel-freie Spion, der sich einsam und sicher in dem Walde ge-glaubt hat, durch den Mörser eines feindlichen Hinterhaltsaus seiner Ruhe geschreckt wird, so betäubte der schrecklicheKnall die Ohren des zitternden Pastors. Erst auf langesZureden und hundert Betheurungen der Schönen, trank erden tückischen Wein und empfand bald dessen feurige Wirkung;denn nun öffnete der laute Scher; und der wiederkehrendeWitz seine geistigen Lippen, Antithesen und Wortspiele jagteneinander, und da gewann er auf einmal den ganzen Beifallder artigen Wilhelmine, wie ihm sein wahrhafter Traumverkündigt hatte. Jetzt erschrack er nicht mehr vor demerhabenen Busen, den er selbst belebender fand, als denbrausenden Champagner. Dreimal hatte er mit lüsternenAugen hingeschielt, da ward er so dreist und wagte es, vondem alten Verwalter unterstützt, das Herz der englischenKammerjungfer zu bestürmen. So viel Waffen der Liebe