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Laß die Schöne schrie, und der ernsthafte Hofmarschall wirklichzu lachen anfing. So fällt ein prahlender Zahnarzt unterdie morschen Trümmer seines Theaters, indem er mitstampfender Beredsamkeit dem Pöbel winkt, sein Ratrenpulverzu kaufen. Sein erbärmlich Geschrei und das laute Lachendes Volks betäuben den Jahrmarkt, wenn ihn nun aus demSchütte sein buntfcheckigter Diener hervorzieht.
Mit einer bedeutenden Rothe rauschte bald die schöneVerlobte in die Versammlung der übrigen Zofen des Hofs,die schon ihre glühenden Wangen beneiden; aber Wilhelminevollendet ihrer aller Verzweiflung, als sie ihnen den papiernenTriumph zeigt, den sie jetzt vom Hofmarschall erhalten.Aeußerlich klagen sie zwar ihre verkaufte Gespielin: „Ach,du armes, verblendetes Mädchen! So willst du denn fernvon deinem verbrämten Amanten, in der Einöde des Landesdein junges Leben verseufzen, und nur von Bauern bewun-dert, den stolzen Busen erheben? So willst du denn in einerdunkeln geistlichen Hütte als Frau Magksterin wirthschaften?Ach, du armes, verblendetes Mädchen!"
So klagten alle die Zofen den Abschied der erweichtenWilhelmine, aber heimlich wünschte sich jede, bald auch sobeweinet zu werden, und in den sichern Armen des weiblichenSchutzgottes, des Hymen, den Wechsel des falschen Hofes zuverlachen.
Thümniel samnitl. Werke. VII.
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