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unschuldiges, unbekümmertes Gesicht, die Larve der Heuchelei,betrogen den heiligen Wanderer. „Guter Freund," redeteer ihn Vertraulich an, „sagt mir doch, ist dieses die rechteStraße nach Rennsdorf, dem Rittersitze des alten Grafenvon Nimmer?" Ehrerbietig nahm jetzt der Boshafte vor demPastor den Hut ab und sagte: „Wer Sie auch sind, ehr-würdiger lieber Herr, so beklage ich Sie doch herzlich ; denn dieserfalsche Holzweg, auf welchem Sie wandeln, wird sie weit vonRennsdorf ablocken, und wenn endlich sich die S^recknisseder Nacht über diese Heide verbreiten, so müssen Sre Ihrenermüdeten Körper einer abgelegenen Schenke, einer Spitz-bubenherbergevertrauen." Da schlug der erschrockene Magisterseine nervigen Fäuste zusammen. Lieber würd' er auf einemAmeisenhaufen geschlafen oder wie ein Zigeuner, den Anbruchseines Hochzeitsfestes in einer hohlen Weide erwartet haben,als daß er einer Schenke das Vorrecht gegönnt hätte, seinegeweiheten Glieder zu bedecken. „O mein Freund," rief er,„den mir noch zu rechter Zeit ein guter Engel entgegenschickt, ach entfernt mich doch eilig von diesem Fußsteige, dermeine Gebeine umsonst ermüdet, und zeigt mir den richtigenWeg, und nehmt im Voraus für eure Bemühung ein dank-bares Trinkgeld an." Hier zog er — gleich einer alchymistischenPhiole, einen langen Beutel heraus, der in der Farbe der Hoff-nung künstlich gestrickt war. Ein billiger Zwischenraum scheidetedreißig Ephraimiden von einer goldenen Madonna. Ihresinnern Werthes gewiß, erwartete sie ruhig ihr verzögerndes