Band 
[Siebenter und achter Band.]
Seite
171
JPEG-Download
 

Fünfter Gesang

Der glücklich angelangte Magister fand seine verrostetePfarre zu einem Palaste verwandelt, als er hinein trat. EinDutzend Bediente seines gnädigen Gönners hatten in seinerAbwesenheit die herkulische Arbeit unternommen, Stuben nndKammern zu säubern, und in der Küche herrschte ein ansehn-licher Koch, dessen eigensinnige Befehle tausend Geräthe ver-langten, deren Namen noch nie in diesem Dorfe waren gehörtworden. Seine donnernden Flüche flogen in der Küche herum,daß der erschrockene Pfarrherr mit einem Schauer vorbeiging,sich in sein ruhiges Museum setzte und daS Gesangbuch zurHand nahm. Als ein Fremdling in seiner eigenen Behau-sung, getraute er sich nicht, jetzt von dem vornehmen Kocheetwas zu essen zu fordern; lieber versäumte er das Mittags'-mahl, und tröstete sich politisch mit dem fröhlichen Soupe.

Die dritte kritische Stunde des Nachmittags brach an,und lud durch ihren Glanz den Neid des ungebetenen Superin-tendenten und aller Amtsbrüder auf den Hals des armenVerlobten. Strenge dich an, Muse, und hilf mir das Ge-wühl der Vornehmen beschreiben, die sich jetzt in dem Hausdes Pfarrherrn sammelten. Zuerst erschien der lackirte Schlitten