Band 
[Siebenter und achter Band.]
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Stundenglas listig entwendet, und schüttelt den Sand darinnenunser einander, worüber die hohe Gesellschaft sich innerlichfreute. Ein voller Teller lustiger Einfälle, in buntem Kraft-mehle gebacken, streute neues Vergnügen über die Tafel.Welche Vermischung von Dingen! Stiefeln und Unterröcke,Ferngläser und Schnürbrüste, Kürass' und Palatins, Spiegelund Larven klapperten unter einander. Jedes öffnet' eineFigur, die ihm das Ohngefähr oder seine Neigung in dieHand gab; und die ausgewickelten Orakelsprüche wurden lautgelesen. Ein Putzkopf lieferte dem Hofmarschall eine feurigeLiebeserklärung; lächelnd sah er seine gräfliche Nachbarinan, und überreicht' ihr die bunten Loose. Sie ergriff einenFederhut und las stotternd eine prophetische Beschreibungdes verliebten Meineids ab. Furchtsam gab sie den Tellervon sich; ein ungesalzenes Epigramm auf den Hymen lagin einem Strohhute gehüllt, und ward von dem Kammer-junker aus seinem Staube gezogen, und mit lautemLachen ausposaunt. Die lose Wilhelmine zerrieb eine Kno-tenperücke, die in Knittelversen den Kammerjunker würdigwiderlegte; nach ihr ergriff, aus verliebter Ahnung, derMagister ein schneeweißes Herz, worein eine witzige 3 geätztwar. Bedächtltch öffnet' er es und fand diese wenigen Worte:„Ich liebe Einen um den Andern." — Wer hätt' es diesem fal-schen Herzen ansehen sollen! rief er voller Verwunderung, undklebte mühsam die beiden Hälften wieder zusammen. Alle»och übrigen Devisen wurden von den beiden Kammerherren