148
Sah' er in ihrem Augenblau
Die Sehnsucht unter Thränen glimmen.
Er würd' auf diesem Mvrgenthau,
Leandern gleich, dem Uferbau
Der Lauernden entgegen schwimmen.
Sah' er, bei steigender Gefahr,
Das fromme, rührende ErschwellenDes scheuen Busens sonnenklar,Geschmolzen stürzt' er, als 2 car.Sich in den Strudel dieser Wellen.
Ihr aber, lang umsonst, verräthEr, was ihn drückt, und Amor hüpfteNicht eh' an das bestäubte Bett,
Bis dem jungfräulichen CorsetDas letzte Rosaband entschlüpfte.
Obschon nun aller Fesseln frei,
Fiel dennoch, trotz dem, was sie lvöten.Dem Kinde nicht die Frage bei.
Ob es ihm jetzt nicht möglich sey.
Ein männliches Geschöpf zu trösten?