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sokire er mit einem se(b(i(iän&i^en Werke auftreten, daS dieBlicke des ganzen literarischen Deutschlands auf ihn lenkte.Er führte häufig mit seinem Universitätsfreunde v. Böse,Coburgschem Regiernngsrath, einem sehr talentvollen undunterrichteten Manne, Gespräche über Literatur und Knust,und so stritten sie einmal im Jahr 1762 über den Werthder poetischer. Prosa. Boje erkannte hierin der franzö-sischen Literatur unbedingt den Vorrang zu und erklärteFenelons Telemach für ein unerreichtes Muster. Thümmelvindicirte unserer Sprache das Vermögen, sich so kräftigund gewandt in poetischer Prosa auszudrücken, als die franzö-sische, und machte sich anheischig, selbst den Beweis dafürzu liefern.
So entstand in wenigen Wochen die Wilhelmine, jenesliebenswürdige schalkhafte Gedicht, das, wie sich auch derGeschmack in unserer Literatur verändern möge, immer alSein Muster der Darstellung hochgeachtet werden wird. BoseSEntzücken über dieses geniale Produkt weckte im jungenDichter natürlich den Wunsch, dasselbe gedruckt zu sehen;zuvor aber appellirte er an seinen Weiffe. Dieser machte seineAusstellungen und Thümmel gab nach, wo er sich von derRichtigkeit derselben überzeugte; in andern Fälle» aber blieber fest bei seiner Ansicht und wollte überhaupt, daß es seineeigene Arbeit bleibe. Weisse besorgte den Druck; Thümmelhatte dem Verleger das Manuskript zum Geschenk gemachtund sich nur zehn Eeemplare ausbedungen, und so kam denn
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