Band 
[Siebenter und achter Band.]
Seite
205
JPEG-Download
 

20ä

kennen lernte, Jobannes Müller, Jffland, Nicolai,Humboldt, Göking, Wolff, Biester u. s. w. mitZeichen der Hochachtung überhäuft. Ums Jahr 1807 kamThümmel in Briefwechsel mit Kling er, den er sehr hochachtete. Neben Kunst und Wissenschaft war die Befreiungder Menschheit vom Joche, das damals auf ihr lastete,Hauptgegenstand ihrer beiderseitigen Mittheilungen, und dieersehnte Befreiung führte sie immer auch auf RußlandsAlerander. Thümmel baute auf die Persönlichkeit diesesMonarchen die höchsten Hoffnungen, und es sollte ibm auchzu Theil werden, am späten Ende seiner Tage die nahe Aus-sicht auf die Erfüllung derselben zu erleben.

In den Jahren 181 l und 1812 beschäftigte ihn vornemlichdie Herausgabe keiner sämmtlichen Werke, die bei Göschenin sechs Bänden erschienen. Was vor dieser Zeit von ibmgedichtet, aber in diese Sammlung nicht aufgenommen wor-den, erkannte er nicht als das Seinige an, und die vorliegendeAusgabe gibt alle diese poetischen und prosaischen Werke voll-ständig wieder.

Eine im Jahr 1814, also im sechs und siebenzigsten Jahrüberstandene gefährliche Krankheit ließ ihm ein solches Wohl-behagen zurück, daß er selbst äußerte, sein erschlaffter Körperund Geist haben sich so erholt, daß er glaube, er hätte wiederLaune genug, um noch eine Wilhelmine zu dickten. Dazukam es nun zwar nicht, aber der Greis bethätigte seine un-gemeine Geisteskraft bis an sein Lebensende in zahlreichen.