Band 
[Siebenter und achter Band.]
Seite
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meist Damen zugeeigneten Gelegenheitsgedichten voll Leben,Witz und Schalkheit.

Im Sommer 1817 führte ihn die Vermählung des PrinzenErnst von Coburg mit der Prinzessin Louise von Gotha zumletztenmale in sein altes Coburg. Der bejahrte Freund wurdevon Jedermann aufgesucht; er hatte vier Regierungsver-anderungen erlebt, die Höfe waren während seiner Laufbahnmehr als einmal ausgestorben; er, der an so Vieles erinnernkonnte, stand noch allein da und konnte mit seinem Beispieldie Jüngern lehren, daß weise Freude sich bis ins höchsteAlter frisch und kräftig erhält. Wie viele Bilder aus seineralten ausgestorbenen Welt mögen sich da in seinem Gemüthegedrängt haben! So Manches von dem, was er gebaut undeingerichtet, hatte sich erhalten oder war freudig empor-gewachsen, Anderes war spurlos verschwunden; die meistenseiner Freunde waren heimgegangen, dagegen füllten Kinderund Krndeskinder den Schauplatz. Alles predigte ihm dengroßen, unvermeidlichen Wechsel aller menschlichen Dinge;aber der weise, von der Welt vielfach geprüfte Mann freutesich des Bestandenen und stand bewegt, aber ohne bitteresGefühl, beim Vorübergegangenen.

Unter den Hochzeitfeierlichkeiten befiel ihn seine letzteKrankheit. Wohl bemerkte er die rasche Abnahme seinerKräfte und verhehlte sich nicht, daß seine körperliche Naturin ihrem letzten Kampfe liege. Aber wie er dem Leben immerdie freundlichste Seite abzugewinnen wußte, sv verließ