Schutzzeichen — Schwaar- Z57
! Wild schießen kann. Die Schußweite ist je nach dem Schießgewehr (s. d.)j verschieden.
Schußzeichen , sind die Zeichen, vermöge deren man nach demSchuß am dezielten Wilde meistens sehen kann, ob die Kugel es getroffenhat, und durch welchen Theil des Körpers sie gedrungen ist. Die Haupt-zeichen sind folgende: a) Ist der Halsknochen oder das Rückgrat durchschossen,so stürzt das Thier im Feuer zusammen und wird nicht wieder aufstehen,b) Hat die Kugel den Halsknochen aber nur theilweise verletzt, oder einenauf dem Rückgrats in die Höhe stehenden Knochen abgeschossen, so stürztdas Thier zwar auch.im Feuer zusammen, erholt sich aber bald wieder und' kommt auf die Läufe, wenn der Jäger nicht sehr eilt, ihm einen Genick-fang zu geben, oder es mit dem Hirschfänger abzufangen, oder, wenn dies' alles nicht möglich, ihm die großen Flechsen an den Hinkerläufen abzubauen,oder durchzuschneiden (zu heesen). e) Ist der Knochen eines Laufes durchdie Kugel zerschmettert worden, so sinkt das Thier auf der Seite, wo ihmder Lauf den Dienst versagt, fast bis zur Erde nieder, läuft aber davon,und muß durch den Schweißhund eingeholt und gestellt werden. <I) Wenndie Kugel den vordem Theil des Körpers, folglich die Herzkammer durch-bohrt hat, so fährt das Thier gewöhnlich vorn hoch in die Höhe, und wirdflüchtig; es verlaßt aber bald das Rudel, sucht ein Dickicht und thut sichnieder, o) Ist der Hintere Theil deS Körpers von der Kugel getroffen, soschnellt das Thier gewöhnlich hinten aus, wird flüchtig und steckt sich bald.k) Ist die Kugel mitten durch den Leib geflogen, so fährt das Thier heftigzusammen, wird flüchtig, bleibt wohl auch zuweilen einige Secunden st.hen,sucht ein Dickicht und thut sich nieder, x) Hat die Kugel das Herz durch-bohrt, so schrickt das Thier heftig zusammen, macht noch einige weite Fluch-ten und bricht in voller Flucht zusammen. I>) Wenn man ein Wild vor-bei geschossen hat, so wird es nach gewöhnlicher Art flüchtig, und siehtsich Melkens, sobald es sich sicher glaubt, nach dem ungeschickten Jäger um.
Schutz, Schutzbret, Schütze, ist ein von Brokern zusammenge,setzter Schieber oder eine dergleichen Fallthüre, um das Andringen des Was-sers irgendwo zu hemmen.
Schutzhezirk, Belauf, Begang, nennt man den Waldbezirk,
; den ein gehender Förster, Unterförster oder Förster gegen Holz- und Wi d-dicbstahl und andere Beschädigungen zu beschützen hat. Besteht der Schutz-bezirk aus zusammenhängendem ebenen Walde, ist auch der Andrang derHolzdiebe nicht bedeutend, und wohnt der Förster in oder ganz nahe beiseinem Schutzbezirke, so kann dieser Bezirk natürlich größer sein, als wenndas Gegentheil stattfindet. Im Preußischen sind die Schutzbezirke der För-ster bei günsiigen Verhältnissen im Durchschnitte genommen 5 bis 6600Morgen, bei ungünstigen, aber 2 bis 5000 Morgen. In den wenig be-völkerten Gegenden aber, wo auch das Holz nur geringen Werth -hat, undfür sehr geringen Preis gekauft werden kann, findet man auch Schutzbeziikel von 10,000 Morgen.
! Schutzwehr, ist ein in einen Strom hineingehendes Werk, Vorbau;
such eine in kleinern Flüssen von Holz aufgerichtete Wand, um das Wasserzu stauen.
Schwaar, Schwären (schwerer Pfennig), eine kupferne Scheide-münze, a) in Bremen; 5 Schwaar machen einen Groot, 7.^ einenSchilling, 20 einen Flinrich, 22^ ein Düttgen, 60 ein Kopfstück, 160