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loren: wozu die starken Firnisse, womit die Gemähldeüberzogen sind, gewiß auch beygetragen haben; dasEinzelne ist aber noch schön.
D ü n z ist als PorträtMahler die' Ehre von Bern ;seinen Bildnissen geben verständige Künstler mit Rechtden Vorzug vor allen andern hier befindlichen. Wennauch Rudolf Hüber von Basel mehr Feuer undGeschmack und ein glänzenderes Colorit hatte, so istdoch die glückliche ganz der Natur abgesehene Mischungder Töne und Farben / die Kraft der Einfalt, womitDünz das Mannigfaltige in ein Ganzes, und allesso zu ordnen wußte/ daß das Bedeutende ohne denFingerzeig irgend einer Manier von den gemeinenUmgebungen herausgehoben und durch sich selbst sichtebar wird, jenen blendenden Kunstfertigkeiten und geist-reichen Pretensionen weit vorzuziehen. Es ist mitder Mahlerey wie mit der Beredsamkeit, es giebt eineWohlrcdenhcit, die sich in einen Strom von Wortenergießt, und mit künstlichen Wendungen um den Bey-fall buhlt, bald donnernd ihre Stimme zu Entschei-dungen erhebt, bald feyerlich langsam^ den Empfindun-gen ruft, und immer zu sagen scheint: hier bin ich!Wir bewundern den Redner und finden Gefallen anseinen Redarten, aber — er überredet uns nicht, un-sere Aufmerksamkeit bleibt zu sehr an seiner Kunsthängen, und die Wirkung auf den innern Wahrhcits-si'nn geht verloren; da hingegen die wahre Beredsam-keit jenen hochtönenden Schmuck der Worte verschmäht,