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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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seiner sich' unaufhörlich verfolgenden Wellen, Wireilten hinzu.

Ich will mit niemand streiten; ich weiß, daßKünstler und Eeschmacksweise heut zu Tage mit ge-ringer Achtung von diesem Staubbache reden, undimmer eine ganze Reihe andrer Wasserfalle anzufüh-ren bereit sind, die sie diesem vorziehen? aber sagenwuß ich, wenn ich meiner eignen Empfindung getreubleiben will, daß ich diese Naturmerkwürdlgkcit unterdie erhabensten zahle, die ich gesehen. Auf einer senk-rechten Höhe von neunhundert Fuß schießen zweyStröme Wasser über die Felsen hinaus, und vereini-gen sich bald in eine bewegliche Wassersäule, wovonKur ein kleiner Theil sich an einer Klippe bricht, dasUebrige aber in freyer Luft sich in Millionen Perlenausbreitet, und zuletzt, in einen schimmernden Staubverdünnt, theils auf eine beträchtliche Weite die Mat-ten umher mit einem immerwährenden Thau benetzt,theils sich in einem tiefen Wasserbecken voll glühenderRegenbogen wieder sammelt. Genau so sahen wirden Staubbach; ich möchte nichts übertreiben. Er isttsscht groß durch einen unaufhaltsamen wilden Strom,der sich §>, schönen Felscnmassen schäumend und man-nigfaltig bricht, oder durch seinen Donner die Erde be-legt und die Töne des menschlichen Erstaunens ver-schlingt. Mer er ist erhaben durch seinen himmelho-hen Fall, durch die großen Wassermassen, welche sichN>eiß und weich wie Milch in ewiger Folge aus der