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Las breite Grindelwaldthal und die zerstreuten Häuserdes Dorfes übersieht, rnhcte ich, die Gesellschaft er-wartend, aus, und freute mich des großen Anblickesdurch den alle Müdigkeit verschwand. Ein grünerTeppich angefüllt mit Häusern, Bäumen, wandelndenMenschen und weidendem Lieh, dicht am Fuße derübermächtigen Riesengestalten des Wetterhorns, Mct-tenbergS und Eigers, auf denen die Rothe der Abend-sonne verbreitet lag, und deren Scheitel von keinemWölkchen bedeckt war; zwischen diesen Bergen hervorwallten in das grüne Thal hinab zwey glänzendeFlüsse, deren Wellen sich aus der Ferne zu bewegenschienen, die sich aber unversehens im Gebüsche ver-loren; es waren die beyden Gletscher, die ich jetztzum ersten Mahle sah. Ich wußte nicht wohin ichmeine begierigen Blicke wenden sollte, bald schweiftensie über das grüne Thal hin, empor an den prächti-gen Bergen bis zu ihrem grauen über den Schneehinausragenden Felsenhanpte, bald hefteten sie sich andas neue Schauspiel der Gletscher, das mir immerunbegreiflicher wurde, je näher ich kam und sahe, wieLiese im tiefen Thalc liegenden mit Gras und Dau-men umgebenen und stundenweit vom Schnee ent-fernten Eisfelder und Thürme der Macht der Son-nenhitze widerstehen. Ich fühlte mich glücklich daßmir auch dieß noch im Leben zu sehen vergönnt war.
Wir fanden im Erindclwald ein gutes Wirths-haus, wo wir uns erst etwas crhohltcn, und schon