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Seelen der Bergbewohner. So des Morgens mitder kommenden Sonne seine Hütte zn verlassen, nndmit ihr die Langeweile des Alltaglcbens, vielleicht auchdas scheele Gesicht des Nachbars; oder — denn oftmalsverlaßt man auch das Liebe nicht ungern, um es balddesto freudiger wieder anzutreffen —sich den treuen Blik-ken des Weibes und den fröhlichen Kleinen zu entrei-ßen, und mit dem vertrauten Rohre dem flüchtigenGratthiere nach durch die Urgebirge zu irren, undüber ihren Schnee wcgwandelnd die Erde und ihreSorgen in ferner Tiefe unter sich zu sehen; oder inungeheuere Abgründe hinunter zu steigen, und sich inweiten Einöden zu verlieren, wo kein sterblicher Fußje gewandelt hat, und da abgerissen von allen Bandender Gesellschaft, und wie durch weite Meere getrenntvon Menschen, ja von jeder Spur menschlicher Kunstund Leidenschaft, nur mit sich, seinem ganzen unzcr,theilten Wesen, in diesen Anfangsgründen der Schöp-fung zu leben, nichts zn hören, als das Geschrey desAdlers, das Pfeifen der Gemse und den Sturz fer-ner Lavinen, nichts zu denken als den ewigen Him-mel über sich und die kurze Spanne der Zeit. —Wer hat schon in der Einsamkeit der höchsten Gebirgegewandelt und nicht ähnliche Empfindungen gehabt,und hatte nicht seine beste Habe darum gegeben, jeneGemüthsstimmung, den hohen Seelenfrieden und dasklare Gefühl seines bessern Sclbsts für immer bleibenderhalten zu können I Und warum sollten nicht große