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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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die Natur die er uns beschreibt. ' Die Nachmittagewurden nach Horazcns Vorschrift dem Schlafe, müßi-gen Stunden und der süßen Vergessenheit der Sor-gen des Lebens geweiht. Fanden oder wollten wirkeine Gesellschaft, erhoben wir uns selbst dazu, undso mangelte uns nichts, was sich die Einbildung inden Städten zu einem glücklichen Aufenthalt auf demLande wünschen und das nicgcnügsame Herz gestattenmag. Wir waren sowohl zufrieden, daß wir alle wieaus Einem Munde die Bemerkung machten, wennwir einen Kurort auszulcfen hätten, wobey es aufkeine örtliche Kur ankäme, so würden wir diese Ge-gend wählen; die hübschen gefälligen Leute, der schwel-gerische Boden, der Fluß, die Seen, die Ebne, dieHügel, die Berge, alles ladet zu einem angenehmenLeben ein; und wie es geht, daß man in der Freudedes Herzens oft mehr verspricht, als man halten kann,so 'gaben wir schon zu verstehen, daß wir künftigesJahr wohl wieder kommen könnten.

So lebten wir unsre Zeit wie einen lieblichen'Traum zu Ende, und verließen endlich gestern morgenLand und Leute, ungefähr mit der Empfindung, wo-mit man von eifiem hohen Berge in die Ebene hin-unter steigt.

Wir mußten aber von 7 Uhr Morgens bis Nach-mittags um zwey in dem Wirthshaus am See war-ten , ehe wir uns dem Wasser anvertrauen durften,denn der Wind blies so heftig, und der See war soungestüm, daß die Schiffer selbst nicht fahren wollten-