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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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Brücken - und Pflastcrgclde, welches in allen kleinenStädten bezahlt wird, das Pflaster mag so elend seyn,als es will. Ich dachte oft, unsre Schwcizcrregiernn-gen könnten den Municipalstädtcn für so manchesVerlorne auch den kleinen Trost eines solchen Pfla-stcrgcldcs einräumen, greifen sie doch den Hauptstäd-ten oft so kräftig unter die Arme! Von Visitationwar auf der ganzen Reise nie die Rede, auch nichtvon einem Ablehnungstrinkgcldc.

In Günzburg nahmen wir das Frühstück.Ich erinnerte mich daselbst meiner Arrestation im Jahr1782 , als ich zu Fuß anlangend keinen Paß vorwiesund deßhalb auf die Wachtstube geführt wurde, woman mich zum Rekruten machen und nach Wien Hin-unterschicken wollte; wie ich endlich vom Offizier er-hielt, lncin Quartier auf der Post nehmen zu dürfen,jedoch mit einer Schildwache vor dem Zimmer, bisder Postmeister nach Hause kam, durch dessen Bemü-hung, indem ich wich unpäßlich stellen mußte, ich end-lich bcfreyt wurde, und des folgenden Tages frey undfroh mit Postpferden abreisen konnte. Ich betrachtetenoch mit sonderbarer Empfindung das Fenster im un-tern Zimmer des Posthauses, an welchem ich als Ar-restant unter Bedauern der Wirthin gesessen hatte.

Durch einen langweiligen Saudweg kamen wirendlich Mittags nach Zusm arshause n. Scho"unterwegs waren uns ganze Wagen voll Franzosenbegegnet, die von der Kriegsgefangenschaft aus Ungar"