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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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wandniß hat es mit den namenwcisenden Bergpano«kamen; unten gefallen sie einem, oben braucht mansie viel weniger, als man sich vorgenommen hatte;Man will nicht die Schönheit zergliedert haben, sowenig als man bey einem Landschaftsgemälde daraufausgeht, die spezifischen Namen jedes Gewächses zuwissen.

Aber es war Zeit zu scheiden, da wir heute nochLuzern sehen wollten. Um 8 Uhr verließen wir denKulm und wandten uns gegen Rigistaffel hinab.Bald gesellte sich ein armer Alter zu uns, der schonfrühmorgens den Frauen Blumen angetragen, und et-was dafür empfangen hatte; es zeigte sich jetzt, daßer ein Schiffmann von Waggis sey, der uns einFahrzeug empfahl,.und sich zum Wegweiser nach un«wn anboth. Da er nnabtreiblich war, so mußten wie>hn mitlaufen lassen. Er führte uns am Kcsfiboden-loch vorbey, das an sich wenig merkwürdiges biethet;kir hatten schon größere Bccghöhlen gesehen. Ander Nordseite des Berges hat es einen tiefen Aus,Lang, wo ein Junge um Geld durchkriechen wollte;öa wir aber vernommen, daß dieses Wagstück oft mitVerletzungen, wenigstens mit Abstreifen der Haut, be,gleitet sey, mochten wir es nicht sehen. Beym Staf«^l stand schon wieder ein Schiffer bereit, der sich un,gebeten an uns anschloß, uns das beste Schiff und^le sicherste Fahrt versprach; man hatte uns aber ge,^arnt, keinen Vertrag solcher Art zu schließen, bisHezner'L Werke IV. Band. 14