Band 
Zwölfter Band.
Seite
109
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ION

Die zween Gärtner.

Ein Vater ließ bei seinem SterbenDen schönsten Garten seinen Erben,Zween Söhnen. Sie vertheilten sichDen Grund nach alter deutscher Sitte,Bezogen beide brüderlichDie heitre väterliche Hütte,

Und jeder baute seinen StrichNach eignen Regeln. Meister Fritze,Der jüngste von den Brüdern, warEin Agronom, der wie ein StaarVom Feldbau schwatzte, Frost und Hitze,Schnee, Hagel, Regen, Stürme, BlitzeUnd Donner auf der RagelspitzeAnalysirte; ja sogarDie Fruchtbarkeit von jedem Jahr,

Trotz dem Kalender, prophezeite.

Auch hieß sein Bruder FlorianIhn nur den Doctor Wetterhahn.

Ost sann er in die Läng' und BreiteMit seinem forschenden GenieDen Gründen nach, warum und wieIn einer Bohne tausend stecken?

Warum ein Kirschkern, der doch kaumDer Erbse gleichet, einen BaumErzielt, auf dem die Vögel Hecken,

Indeß die Erbse kümmerlich