8 S. KÖNTGL. HOHEIT DER PRINZ ALBERT UND HER BRIHZ VOH WALES.
VON SEINER K.II. DEM PRINZEN ALBERT.
SüEDLICIIER TKANSEPT.
15 Eine Gruppe in Marmor, “ Theseus und die Ama-zonen,” ausgeführt in Rom von Engel, aus Ungarn, Zög-ling der Königl. Academie.
3. C LASSE.
1.07 Drei Scheffel Feldfrüchte auf den königlichenGütern bei Windsor gewonnen: Weizen, Hafer und Bohnen.
Classen 12 und 15. —Westlicher Haupt-Gang.
500 Zwei brocatirte Anzüge von den Herren GebrüdernT. Gregory, in Shelf, in der Nähe von Halifax, Yorkshire ;angefertigt. Die Kette aus Cashmere-Wolle von Ziegen,die von S. K. H. dem Prinzen Albert, in Windsor Park,gehalten werden. Der Schuss aus Seide.
Zwei Shawls und eine Probe grobes Tuch ebenfalls ausder oben erwähnten Ziegen-Wolle von J. llanley und Sohn,Bramley, Leeds, angefertigt. Diese Wolle ist mit einemstarkem weissen Haare vennengt, das mit der Handausgezogen werden muss, aber zu grobem Tuchsorten mitVortheil verwendet werden kaun.
27. Classe.
140 Ein zumTheil polirter Block Parrot-Kohle, aus derKohlengrube zu West-Wemyss, Kirkaldy, Fifeshire.
141 Ein Gartenstuhl, gezeichnet von L. Grüner, undausgeführt in Fifeshire von Thomas Williams Waun, ausParret oder Kohrsteinkohle von dem Gute des Contread-mirals Wemyss.
30. CLASSE.
350 Zwei Tischblätter, gezeichnet von L. Grüner in demCinque-eento Styl, ausgeführt vom Herrn Thomas WoodruffBakewell, in Derbyshire-Stein mit Nachahmung von fio-rentinischem Mosaik.
351 Ein Candelaber in Cinque-cento Styl, gezeichnetvon L. Grüner, modellirtvon Ant. Trentanove und ausge-führt in “ScagLiola” mit Nachahmung von Gialloantico vonL. Komoli.
Auf dem Casernen-Hofe, dem Ausstellungs-Glbaeude
GEGENUEBER.
Modell-Wohnhäuser für Fabrik- und Hand-Arbeiter-Familien. worin die Verbesserungen praktisch ausgeführtsind, welche man in den Wohnungen der arbeitendenClassen vorgenommen zu sehen wünscht.
SEINE K.H. DEK PRINZ ALBERT FÜR S.K.H.DEN PRINZEN VON WALES.
Klasse 30. —Oestliciikr Hauftgan«.
98 Ein Schild, den Se. Maj. der König von Preussen,S.K.1I. dem Prinzen von Wales, bei dem Seine Majestät
Pathenstelle vertrat, zur Erinnerung an seine Taufe ge-schenkt hat.
Die Bildwerke des Schildes, zu denen der König selberden Entwurf gab, wurden von dem Director Peter von Cor-nelius, und die architectonischen Ornamente von dem RathStiller gezeichnet. Die Gold und Emaille-Arbeiten undanderen, mit Ausnahme deijenigen des Modelleurs (A. Fi-scher), des Bildschnitzers (A. Mertens) und des Stein-schneiders (Calandrelli), waren dem IIof-GoldschmiedC. Hossauer anvertraut.
In der Mitte des Schildes ist ein Christuskopf. Das voneiner doppelten Reihe Zierrathen umgebene Mittelbild istdurch ein Kreuz in vier kleinere Felder getlicilt, welchedie zwei Sacramente, die Taufe und das heilige Abend-mal mit ihren Emblemen nach dem alten Testament vor-stellen, nämlich das Hervorquellenlassen von Wasser auseinem Felsen durch Moses, und den Mammregen. Anden Enden der Kreuzarme sieht man die Evangelisten,wie sie das, was sie gesehen und gehört, in die Evangelienaufzeichnen, damit Diese die Worte des Ewigen als unver-siegbare Quelle göttlicher Offenbarung und Lehre auf dieNachwelt kommen lassen.
An den äussersten Enden der, über den Evangelistenbefindlichen Arabesken sind die Bliithen der göttlichenGnadeund Lehre, die christlichen Tugenden, Glaube, Liebe,Hoffnung und christliche Rechtschaffenheit dargestellt.Um den ganzen Mittelgrund stehen im Kreise die zwölfApostel. Petrus steht unter dem an der Arabeske dar-gestellten Glauben; zu seiner Rechten und Linken befindensich Philipp und Aqdreas. Unter der Hoffnung sieht manJacobus, und zu beiden Seiten Bartholomäus und Simon.Johannes ist unter der Figur Liebe angebracht. Zu beidenSeiten befinden sich Jacobus der .Jüngere und Thomas.Unter der Rechtschaffenheit ist Paulus ; zur Rechten undLinken sind Matthäus und Judas Thaddeus, wie sie ausgehenzu lehren und zu taufen und das Reich Christi mit seinenGnadenschätzen zu verbreiten.
Das Relief, welches am Palmbaum beginnt, und um denRand des Schildes läuft, stellt den Verrath und dieAuferstehung vor die erlösende Sühne Christi.
Ein anderer Theil stellt den Einzug des Herrn in Je-rusalem, ein Dritter, die Niederlassung des heiligen Gei-stes, die Verkündigung des Evangeliums und die Bildungder Kirche dar. Der vierte und Haupttheil enthält eineallegorische Darstellung der Geburt des Prinzen vonWales und des Besuches des Königs von Preussen, beglei-tet vom Baron von Humboldt, General von Natzmer undGraf von Stollberg, und bewillkomnet von Sr. K. Hoheitdem Prinzen Albert und dem Herzog von Wellington ; 'einGeorgritter ist abgebildet am Strande auf einem Drachenstehend.
Der Schild ist “Glaubensschild” benannt worden.
Die Inschrift des Schildes lautet:
“FRIDERICUS GULIFXMUS REX BORUSSORUM,
ALBERTO EDUAKDO, PUINCIPI WALLIA5,
IN MEMORIAM DIF.I BAUT. XXV. JAN. A. MDCCCXLII.”
ZOLLVF.RF.IN-OCTAGON, No. 836.
GRAF ERNST VON COBURG-GOTIIA.
Obstkeme von verschiedener Grösse mit dem Messergeschnitzt.