20 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.
gatten ſind, weder von Leuten hinauf gezogen, noch vor dem Zerbrechen geſi-chert werden koͤnnen.
Zur Unterhaltung des Kanals, ſind Aufſeher beſtellet, die ihn beſtaͤndigbeſichtigen und, durch dazu beſtimmte Arbeiter, da, wo es noͤthig, ſogleich aus-beſſern laſſen.
Auch von Amerika, melden die Reiſebeſchreiber, daß die beyden Staͤdte,Mexico und Cusco, zu den Zeiten der alten indianiſchen Koͤnige, ihrer herrlichenund mit Marmorſteinen eingefaßten Kanaͤle wegen, auf welchen viele Handlunggetrieben worden, beſonders beruͤhmt geweſen; daß aber der See, aus welchemdieſe Kanaͤle abgeleitet, ſich vielmals, und ſonderlich im Jahre 1629. und 1634.ſo ſehr ergoſſen, daß die Spanier genoͤthiget worden, 1635. und 36, mehr alseine Million Indianer an die Arbeit zu ſtellen, um mittelſt eines, durch hoheBerge gegrabenen Kanals, dem See einen andern Abfluß zu geben, und dieStadt Mexico gegen fernere Ueberſchwemmungen vom Seewaſſer, zu ſichern.
Es ſoll verſchiedentlich vorgeſchlagen ſeyn, die Americaniſche Landenge,zwiſchen Nombre de Dios und Panama, durchzuſtechen, und einen Kanal zuziehen, der Suͤd- und Nordamerika trennte, durch welchen man, aus demmexicaniſchen Meerbuſen, in das Stille Meer einſchiffen, und wodurch denSpaniern die Reiſe nach Oſtindien, um vieles verkuͤrzt werden koͤnnte.
V. Kanaͤle in Rußland.
Och wende mich nunmehro zur Beſchreibung der europaͤiſchen Kanaͤle; und,8 um ſolche in einer, am wenigſten unterbrochenen Ordnung, abzuhandeln,ſchien es mir am zutraͤglichſten, die geographiſche Lage der Laͤnder zur Richtſchnurzu nehmen, und mit dem oͤſtlichen Theile von Europa, und zwar mit Rußland,den Anfang zu machen.
Nach-