V. Kanaͤle in Rußland. a 31
du grand Canal de Ladoga, de l'an 1765. In demſelben ſtehet auch eineBeſchreibung aller Schleuſen; aus welcher ich erſehen habe, daß nach des Gra—fen von Muͤnnich Vorſchlag, und auf Befehl der Kayſerinn, Catharina der II,alles, was ehedeſſen von Holz an dem Kanal geweſen, von Steinen zu erbauenangefangen worden.
Nach Perſten ſollte ein anderer Kanal gehen, der den Don mit derWolga, folglich auch das Mittellaͤndiſche Meer mit dem Caſpiſchen, in Verbin—dung gebracht haͤtte. Ob wohl, wenn die Fluͤſſe, Lawla, der ſich in den Don,und Conniſchinka, der ſich in die Wolga ergieſſet, ſchiffbar gemacht wuͤrden,ſtatt der kleinſten Entfernung der Wolga und des Dons, die 140 Werſte be—traͤgt, nur eine Zwiſchenweite von 4 Werſten uͤbrig bleiben wuͤrde: ſo fand je—doch Peter der Große dieſen Durchſtich nicht wohl thunlich.
In aͤltern Zeiten, ſoll ein Chan der Tartarn dieſe Vereinigung verſuchthaben, um den Tuͤrken den Weg aus dem ſchwarzen, in das Caſpiſche Meer,zu bahnen; von den Ruſſen aber, mit gewafneter Hand daran verhindert wor—den ſeyn. Fournier berichtet, daß nach der Zeit, ein anderer dieſer Chans,Nahmens Sachainbejerus Camouz, dieſe Arbeit aufs neue unternommen, ſolcheauch einigermaaßen zur Vollkommenheit gebracht, und mit ſiebenzehn Thuͤrmenbefeſtiget habe; von welcher Arbeit aber anjetzt nichts, als einige Spuren, unterdem Nahmen, Foſſa Camoußz, uͤbrig ſind.
Ferner findet man den See, Onega, mit dem Ladogaiſchen See, durchden Fluß Swir, verbunden und aus erſterem ſoll man zu Schiffe ins WeiſſeMeer gelangen koͤnnen.
Noch will man behaupten, daß darauf gedacht ſey, ſtatt des oft vergeblichderſuchten Weges um Nova Zembla herum, eine innere Gemeinſchaft, zwiſchendem Weiſſen Meere und dem oſtlichen Ocean, oder mit Japan und Oſtindien,zu erofnen. Doch dieſes Project, das ſich leichter gedenken, als ausfuͤhren