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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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32 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.

laͤßt, ſcheinet nach einer ſchlechten Landcharte entworfen zu ſeyn. Noch jetztiſt man beſchaͤftiget, den Nieſter, in der Gegend der bekannten Waſſerfalle,ſchiffbar zu machen, und ſchon dahin gelanget, daß ziemlich große beladeneSchiffe, uͤber dieſe ſonſt ſo gefaͤhrliche Steinklippen ſicher paſſiren. Es wirddadurch der Handel des ruſſiſchen Reichs ſehr vermehret, beſonders, da mankuͤnftig, durch dieſen Weg, die orientaliſchen Waaren, aus der erſten Handerhalten, und ſolche im ganzen Norden um billigen Preis wieder verhandeln kann.

W. Schwediſcher Kanal.

De Krone Schweden, hatte ſchon vor etlichen Jahrhunderten die Abſicht,ſich der vortheilhaften Lage der in ihrem Lande befindlichen großen Seenzu bedienen, und durch deren Verbindung, ſich eine innere Gemeinſchaft zwiſchender Oſt- und Nordſee zu verſchaffen, um den Umweg, und die, mit der Paſſagedurch den Sund, vornaͤmlich bey ſpaͤter Jahrszeit, verknuͤpfte Gefahr ſowohl,als auch die ſchweren Abgaben zu vermeiden.

Es legten ſich aber der Ausfuͤhrung dieſer Entwuͤrfe viele Hinderniſſe inden Weg, welche durch die Schwierigkeit, die Gotha Elbe ſchiffbar zu machen,nicht wenig vermehret wurden. Denn dieſer Fluß ſtuͤrzet ſich von Wenners—borg, zwiſchen fuͤrchterlichen Bergen, Felſen und haͤufig in ihm liegenden Inſeln,uͤber ſtarke Waſſerfaͤlle herunter, unter welchen, die Trollhaͤtta oder Teufelsmuͤtze,die aus fuͤnf beſondern Faͤllen beſtehet, welche zuſammen 64 Fuß an Hoͤhe ausma—chen, der vornehmſte iſt. Weswegen denn auch erſt vor etwa 30 Jahren, die Ar—beit an dieſem ſo wichtigen Werke ihren Anfang nahm; ſo daß 1752. 4 Meile un-terhalb Wennersborg, auf dem Karlsgraben, die erſte Schleuſe, Graf Teßin ge—nannt, die 24 Fuß Fall hat, angeleget wurde. Die zweyte Schleuſe liegt aufMalgd, heißt Graf Eckeblad, und hat gleichfalls 24 Fuß Fall. Die dritte, beyHaͤckenshafen, deren Fall 54 Fuß betraͤgt, fuͤhret den Nahmen Pohlhem; dievierte, die bey Flettbergs-Damm liegt, und 34 Fuß Fall hat, wird Elvius ge—nannt; ſo wie die fuͤnfte, das Trollhaͤttan⸗Schleuſenwerk, jetzt Guſtavs⸗Schleu-

ſen,