40 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.
ſchiffe zugleich einnehmen kann, umd nebſt der daran belegenen Zugbruͤcke,22.000 Nthlr. zu erbauen gekoſtet haben ſoll. Weiter hinunter, lieget, ohn—weit der Elbe, noch die ſteinerne Frohwerder-Stauſchleuſe.
Dieſe Fahrt, auf welcher im allem, 14 Stau- und 3 Kaſtenſchleuſenliegen, iſt, weil ſie dem krummen Lauf der Fluͤſſe zu folgen gezwungen, 104unſerer Landmeilen, jede zu 2000 Calenberger Ruthen gerechnet, lang, hat3 Fuß Waſſertiefe, und wird von platten Schiffen befahren, die 64 Fuß lang,in der Mitte 13 Fuß breit ſind, 2 Fuß 3 Zoll tief im Waſſer gehen, und 6bis 7 Laſt, jede zu 4000 Pfund, tragen.
Da der Zufluß vom Waſſer, welchen der obere Kanal erhaͤlt, bey derunvermeidlichen großen Waſſerverſchwendung der Stauſchleuſen, bey weitemnicht hinreichet, eine, allezeit freye und offene Fahrt zu unterhalten, ſo ſindbey jeder Schleuſe gewiſſe Zapfeltage, an welchen ſolche aufgezogen und Schiffedurchgelaſſen werden, feſtgeſetzet; als wornach ſich denn die Schiffer rich—ten muͤſſen.
Alle von Luͤbeck kommende Waaren, wenige ausgenommen, werden zuLauenburg in groͤſſere Schiffe umgeladen, und in ſelbigen weiter auf der Elbe,nach dem Ort ihrer Beſtimmung gebracht. Im Jahr 1661, wurden vonhollaͤndiſchen Werkverſtaͤndigen Entwuͤrfe zur Verbeſſerung der Fahrt gemacht,ſie blieben aber unausgefuͤhret liegen.
Zwiſchen Luͤbeck und Ratzeburg, befindet ſich auch eine Schiffahrt, diedurch den Ratzeburger-See und die Wackenitz, bey Luͤbeck, in die Trawegehet, und von großen Korn- und Holzſchiffen taͤglich befahren wird.
Auſſer dieſen, ſind in dieſer Gegend von Deutſchland noch verſchiedene,Kanaͤle projectiret, wovon ich hier einige kurze Nachricht geben will.
Der