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heit. Hier entfaltete sich sein Herz und sein Geist; derSchleier der Würde fiel nieder und die erhabene Seeleglänzte in ihrer eigenthümlichen Schönheit; wir verließenihn nie, ohne wärmer für die Tugend zu empfinden, ohneunterrichtet, oder gebessert zu seyn.
Wenn die schöne Zeit des Jahres heran nahte, so ent-floh auch Bernstorf aus dem Geräusche der Stadt in diesanfter» Scenen der Natur. König Friedrich hatte ihm einLandgut geschenkt, das, als der Ruheplatz eines großenMannes, unserer Zeit und der Nachwelt ehrwürdig bleibt.
Auf einem Hügel, der auf einer weit ausgebreitetenFläche sich langsam erhebt, ist ein geschmackvolles, mehrbequemes als prächtiges, Wohnhaus erbaut. Jenseits derFläche begrenzt die Stadt den Horizont, nah genug, um inihrer ganzen Schönheit zu glänzen, und entfernt genug, umdie ländliche Ruhe nicht zu stören. Die Stadt dehnt ihrGewühl durch den Hafen in das angrenzende Meer aus;hier verändert die Schifffahrt jeden Augenblick die reichemannichfaltige Scene, und das still ferne Getümmel ent-zückt. An dem Hafen vorbei verliert sich der Blick auf derSee, oder ruht zuweilen unter einer sich sammelnden Flot-te, oder auf den Küsten von Schonen aus.
Jung gepflanzte Alleen führen von dem Wohnhaus indie regellosen Gänge eines reizenden Waldes, der eine«Garten verbirgt und schützt, auf welchen die Sonne nichtweniger gütig, als auf ein südliches Land blickt. Er istdas Muster der Gärten von Dänemark, und bringt die be-sten Früchte der wärmern Provinzen von Europa in ihrerVollkommenheit hervor. Bernstorf hat ihn gepflanzt undgewartet; er hat in demselben die angenehmsten Stunden