Band 
Einundzwanzigster Band. Erster Theil.
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seines Lebens zugebracht; sein Geist blühte auf und seinHerz erweiterte sich, wenn er die freiere Lust dieses Lust»Platzes athmen konnte. Er hatte es gelernt, die Stufen-folge der Wohlthaten Gottes in der Natur aufzusuchen, ei-nen heitern Tag mit Entzücken zu grüßen, der Entwicklungder Pflanzen nachzuspüren, die Ankunft der Blüthe zu be-lauschen und über die schwellende Frucht zu frohlocken, alledie mannichfaltigen Freuden zu empfinden, die ein unver-dorbnes Gefühl mit keinen anderen vertauscht.

Damit auch kein Segen dieser auSerwählten Erde feh-len möge, versammelt^ Bernstorf glückliche Menschen umsich her. Er gab seinen Gutsunterthanen ihr Geburtsrecht,Freiheit und Eigenthum, wieder; er munterte sie durchgroßmüthige Beihülfe auf, ihre Güter zu theilen und aufder Mitte ihres Landes zu wohnen.

Schnell deckten sich Heiden mit fröhlichen Saaten; neuePflanzungen stiegen hervor; anstatt dürftiger Hütten inelenden Dörfern wurde die Gegend mit angenehmen Woh-nungen geschmückt, in welchen glückliche Vater ihre Kinderden Namen ihres Wohlthäters lehrten. Sie wollen ihm,dem Freund der Menschen, mitten in der verschönerten Ge-gend ein Denkmal errichten, das dem künftigen Wanderergewiß cdlere Empfindungen, als Trophäen, einflößt, einenprachtlosen, aber ehrwürdigen Stein, auf welchen dieThräne ihrer Dankbarkeit floß. *)

») Da« Denkmal, ein von dem vortrefflichen Wiedelvelt aus nor-dischem Marmor verfertigter Obelisk; ist am 28. August N8Z,etwa eine Meile von Copenhagen, am Wege nach Friedensburg,auf dem Gut« mit Feierlichkeit errichtet worden. Der Obelisk